Forstschädling aus der Luft bekämpft

14.10.2016

Raupen des Schädlings © Ehrengard Dümpert-von Alvensleben

Die explosionsartige Ausbreitung der Kiefernbuschhornblattwespe nach monatelanger Trockenheit hat kürzlich den Einsatz eines Pflanzenschutzmittels im Revier Jerchel bei Gardelegen erfordert. Die Bekämpfung der Raupen des gefährlichen Forstschädlings (Foto) erfolgte aus der Luft. Der Befall war zuvor von dem betroffenen Forstbetrieb Kenzendorf dem zuständigen Betreuungsforstamt Letzlingen und von dort an das Landeszentrum Wald gemeldet worden. Nach einem Vor-Ort-Termin mit den Forstbehörden und Experten der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt wurde die Bekämpfungsmaßnahme behördlicherseits genehmigt. Die Chefin des Forstbetriebes, Ehrengard Dümpert-von Alvensleben, erinnerte an den geringen Befall einer Fläche im Jahr 2009. Damals war die Befliegung untersagt worden – mit katastrophalen Folgen. Im Folgejahr mussten 120 ha Wald abgeholzt werden. In diesem Jahr sei es „optimal gelaufen“. Der Forstbetrieb Kenzendorf ist ein vom Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt vorgeschlagener Demonstrationsbetrieb für den wissenschaftlich untermauerten und sparsamen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

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