Erwerb und Pacht von BVVG-Flächen

21.02.2013

 

 

Die Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft mbH (BVVG) hat in Sachsen-Anhalt im Vorjahr 6.900 ha Acker- und Grünland verkauft, darunter 2.800 ha zu begünstigten Preisen nach dem 2. Flächenerwerbsänderungsgesetz an Alteigentümer. Darüber informierten die Leiter der Niederlassungen in Halle und Magdeburg, Arnfried Knüpfer und Hans-Egbert von Arnim, vorigen Donnerstag in der Landeshauptstadt auf der Bilanzpressekonferenz für das Jahr 2012.

 

Direkterwerb genutzt


Danach haben beide Filialen derzeit 369 Anträge auf begünstigten Kauf zu bearbeiten. Die Leiter gehen davon aus, dass dafür noch rund 7.100 ha Acker- und Grünland benötigt werden.

Berechtigte Landwirtschaftsbetriebe haben auch im Vorjahr die Möglichkeit, Acker- und Grünland direkt – also ohne Ausschreibung – von der BVVG zu kaufen, stark genutzt. 2012 endeten Pachtverträge über rund 12.600 ha mit Direkterwerbsansprüchen. Auf Grundlage der zwischen Bund und ostdeutschen Ländern abgestimmten Privatisierungsgrundsätze von 2010 und den vom Land Sachsen-Anhalt unter agrarstrukturellen Aspekten zusätzlich vorgenommenen Regelungen (u. a. Begrenzung des Direkterwerbs auf 100 ha je Betrieb) wählten berechtigte Pächter für 35 % der Fläche den sofortigen Direktkauf, 23 % einen vierjährigen Pachtvertrag mit Kaufoption und 42 % einen neunjährigen Pachtvertrag. Die drei Varianten können kombiniert werden.

Die Niederlassungen haben 2012 rund 4.700 ha landwirtschaftliche Fläche (LF) ausgeschrieben. Die Lose waren im Schnitt 10,4 ha groß. Kleinstflächen bis 2 ha herausgerechnet, ergibt sich eine mittlere Losgröße von 15,6 ha für die Agrarflächen. „Die Lose sind damit für sogenannte außerlandwirtschaftliche Investoren in der Regel nicht interessant“, betonte von Arnim. Mit über 85 % ging der weitaus größte Teil an ortsansässige Landwirtschaftsbetriebe. Im Durchschnitt gaben je Ausschreibungslos sechs Interessenten ihre Gebote ab.

Die Niederlassungen verkauften Acker- und Grünland zum Verkehrswert im Durchschnitt für 17.392 €/ha. Das sind genau 2.000 €/ha oder 13 % mehr als im Jahr 2011. Zum Vergleich führte von Arnim an, in den alten Ländern kostete Acker- und Grünland 2011 rund 20.503 €/ha.

Zum 31. Dezember 2012 hatte die BVVG in Sachsen-Anhalt noch rund 55.400 ha landwirtschaftlicher Fläche verpachtet.


449 Euro bei Neupacht


Der durchschnittliche Jahrespachtzins betrug 383 €/ha, das sind 52 €/ha bzw. rund 16 % mehr als 2011. Bei Neuverpachtungen wurde eine Jahrespacht von 449 €/ha fällig, das ist ein Anstieg von 82 €/ha oder 22 %.

Durch den Verkauf und die Verpachtung von Agrarflächen sowie die Veräußerung von 2.100 ha Wald, davon 1.800 ha Forsten zu begünstigten Bedingungen nach dem 2. Flächenerwerbsänderungsgesetz an Alteigentümer, und 200 ha sogenannter Umwidmungsflächen erlöste die BVVG hierzulande im Jahr 2012 insgesamt rund 119 Mio. €. Zum Gesamtüberschuss der BVVG trugen die beiden Niederlassungen rund 21 % bei. BZ

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