Ernteergebnisse des Vorjahres

09.06.2017

© Detlef Finger

Landesweit wurden im Vorjahr fast 2,8 Mio. t Winterweizen geerntet. Die Getreideart ist die Hauptanbaukultur in Sachsen-Anhalt.

Sachsen-Anhalts Landwirte haben im vergangenen Jahr eine gute Getreideernte mit 4,14 Mio. t Korn (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) bzw. eine leicht unterdurchschnittliche Winterrapsernte mit 665 908 t Rapssamen eingefahren. Trotz Frühjahrstrockenheit war der mittlere Getreideertrag von 77,3 dt/ha zufriedenstellend ausgefallen (+ 9,2 dt/ha bzw. 13,6 % gegenüber 2015). Der Winterraps hatte mit 39,1 dt/ha gegenüber 2015 einen Ertragszuwachs von 1,4 dt/ha oder 3,6 % erreicht, lag im Vergleich zum Durchschnitt der letzten sechs Jahre aber um 0,7 dt/ha oder 1,9 % niedriger.

 

Weizen dominiert


Wie das Statistische Landesamt jetzt dazu mitteilte, brachte das Brotgetreide (Weizen, Roggen) 3,22 Mio. t auf einer Fläche von 407 689 ha, das Futtergetreide (Gerste, Hafer, Triticale) 0,92 Mio. t von 127 382 ha. Mit 2,79 Mio. t bzw. zwei Drittel der Gesamtgetreideernte (+ 15,1 % im Vergleich zu 2015) war der Winterweizen landesweit die Hauptkultur.


Getreide wurde hierzulande im Vorjahr auf 535 071 ha (– 10 203 ha bzw. – 1,9 % zu 2015) und Winterraps auf 170 471 ha angebaut. Die größten Veränderungen im Anbauumfang gab es bei Roggen (– 15,6 %), Hartweizen (+ 32,3 %), Sommerweizen (– 43,9 %) und Sommergerste (– 20,8 %).
Der höhere Durchschnittsertrag (+ 11,4 %) führte im Vergleich zum langjährigen Mittel (2010 bis 2015) trotz Anbauflächenrückgang zu einer 8,1 % höheren Getreideerzeugung.


Ebenfalls gesteigert werden konnte der Ertrag bei Zuckerrüben auf 680,3 dt/ha (+ 1,7 %) im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt (– 3,5 % zu 2015). Auf der Anbaufläche von 34 843 ha (+ 5,3 % zu 2015) wurden 2,37 Mio. t der Hackfrüchte ge­erntet.

 

Erstmals Soja erfasst


Bei Silo- und Grünmais gab es einen Anbauflächenzuwachs zum langjährigen Durchschnitt von 13,8 % und zu 2015 von 4,5 %. Die Erntemenge sank um 2,3 % gegenüber 2015 auf 4,51 Mio. t und lag nur unwesentlich über dem langjährigen Durchschnitt (+ 0,4 %).


Erstmals wurden 2016 Soja­bohnen in die Ertragsschätzung einbezogen. Der Anbau erfolgte auf 887 ha, der Ertrag lag bei 18,5 dt/ha.Fi


Datengrundlage sind die endgültigen Ergebnisse der Bodennutzungshaupterhebung 2016, Ertragsschätzungen im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung sowie die endgültigen Ergebnisse der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung.

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