Erntebilanz: Dürftiger Rapsertrag

10.11.2017

© Detlef Finger

Halle. Die Landwirte in Sachsen-Anhalt haben in diesem Jahr insgesamt 3,59 Mio. t Getreide (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) sowie 483 589 t Winterraps geerntet. Wegen der Herbst- und Frühjahrstrockenheit sowie des wechselhaften Wetters während der Erntezeit fielen die Erträge bei den Druschfrüchten im Landesmittel nur unterdurchschnittlich aus, teilte das Statistische Landesamt in Halle jetzt mit.

 

So lag der Ertrag beim Winterraps im Durchschnitt bei 30,6 dt/ha. Das waren 8,5 dt/ha (– 21,8 %) weniger als im Jahr 2016 und bezogen auf den langjährigen Durchschnitt ein Minus von 9,0 dt/ha oder fast einem Viertel (– 22,8 %).

 

Beim Getreide haben die Landwirte 67,7 dt/ha eingefahren, das waren 9,6 dt/ha bzw. 12,5 % weniger als im Jahr zuvor. Im Vergleich zum mehrjährigen Mittel (2011 bis 2016) war der Ertrag um 3,0 dt/ha (– 4,3 %) geringer.

 

Das Brotgetreide (Weizen, Roggen) brachte 2,84 Mio. t von 408 133 ha und das Futtergetreide (Gerste, Hafer, Triticale) 0,76 Mio. t von 122 922 ha. Mit 2,46 Mio. t war der Winterweizen mit einem Anteil von über zwei Dritteln (68,6 %) an der Getreideernte in Sachsen-Anhalt in vielen Betrieben die Hauptkultur und blieb gleichzeitig die ertragsstärkste Getreideart seit Jahren. Hier wurden 11,5 % weniger gegenüber dem Vorjahr und 3,8 % weniger pro Hektar im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt geerntet.

 

Landesweit wurde Getreide auf 531 056 ha und Winterraps auf 158 294 ha angebaut. Die Anbaufläche von Getreide (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) war gegenüber 2016 leicht um 0,8 % (4 015 ha) zurückgegangen. Bei der Anbaufläche von Winterweizen und Wintergeste sind minimale Veränderungen gegenüber den vergangenen sechs Jahren zu verzeichnen. Größere Änderungen hingegen gab es bei Roggen (– 17,7 %), Hartweizen (+ 82,5 %) und Sommerweizen (– 20,1 %) sowie Hafer (+ 21,4 %).

 

Die um 4,3 % niedrigere Ertragsleistung bei Getreide führte zu einer geringeren Erntemenge. Diese lag um etwa 7,1 % unter der Getreideerzeugung im Durchschnitt der letzten sechs Jahre. Nur 2011 wurde in den letzten sechs Jahren mit 3,18 Mio. t weniger Getreide (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) geerntet. Die größten Erntemengenverluste traten bei Roggen (– 23,9 %), Sommerweizen (– 17,7 %) und Triticale (– 16,7 %) gegenüber dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre ein.

 

Die Zahlen zur Ernte beruhen auf den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung und abgeschlossenen Ertragsschätzungen im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung (EBE) sowie dem vorläufigen Ergebnis der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE).

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