Erneut Jagdunfall

16.11.2015

Maisjagd © Habbe

Farnstädt. In Sachsen-Anhalt hat sich am vergangenen Freitag erneut ein Jagdunfall ereignet. Zu dem Unfall kam es in den Mittagsstunden auf einem ca. 40 ha großen Feld bei Farnstädt im Saalekreis. Der Flächeneigentümer hatte nach Angaben des Polizeireviers Saalekreis eine Treib- und Drückjagd veranlasst, an der etwa 80 Personen teilnahmen. Einer der Beteiligten bemerkte ein Wildschein und schoss auf dieses. Das Tier flüchtete, woraufhin der 56-Jährige erneut schoss. Dabei traf er versehentlich einen auf einem Strohballen stehenden Jäger am Bein. Der 36-Jährige erlitt einen Durchschuss am Oberschenkel. Er wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht und ärztlich behandelt. Die Polizei ermittelt nun wegen schwerer Körperverletzung gegen den Schützen.

 

Erst im September hatte es einen schweren Jagdunfall bei Hohenroda im Landkreis Wittenberg gegeben. Dabei waren zwei unbeteiligte Mitarbeiter eines Landwirtschaftsbetriebes von einem Querschläger getroffen und beide schwer an den Füßen verletzt worden (http://www.bauernzeitung.de/agrarticker-ost/sachsen-anhalt/jagdunfall-beim-maishaeckseln/ ).

 

Der Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer hatte sich bereits nach dem ersten Vorfall im Interesse der Sicherheit von Personen gegen sogenannte Erntejagden ausgesprochen, bei denen z. B. Schwarzwild bei laufender Maisernte zur Strecke gebracht wird. Viele Erfahrungen belegten, dass bei guten Revierkenntnissen aus den Ernteflächen auswechselndes Wild auch auf dem Rückwechsel effektiv bejagt werden könne, hieß es.

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