Ein echter Glücks-Pilz

29.08.2014

© Detlef Finger

Der neue Landesmeister, Schäfer Holger Pilz, aus Schönebeck-Felgeleben im Salzlandkreis.

Nach mehreren dritten Plätzen bei Landeshüten sowie den Vizemeistertiteln 2008 und 2013 ist Holger Pilz nun der ganz große Wurf gelungen: Der Schäfer aus dem Schönebecker Ortsteil Felgeleben in Oberthau im Saalekreis die Landesmeisterschaft im Leistungshüten gewonnen. Das Sahnehäubchen auf den ersten Meistertitel für den 49-Jährigen ist die damit verbundene Qualifikation für das 11. Bundesleistungshüten der Arbeitsgemeinschaft zur Zucht Altdeutscher Hütehunde (AAH) am 20./ 21. September 2014 in Lohmen (Mecklenburg-Vorpommern).

Pilz, der sein Glück anfangs gar nicht fassen konnte und bei der Auswertung seine Freudentränen nur schwerlich zu unterdrücken vermochte, hatte als vierter Hüter zusammen mit seinen Hündinnen Bettie und Lillie eine sehr gute Leistung gezeigt. Diese honorierten die Wertungsrichter aus den vier Schäfervereinen des Landes, Reimund Nagel, Wolfgang Hedel, Bernd Bernhardt und Andreas Schmidt, mit 100,75 Gesamtpunkten. Für die Leistung des Hüters gab es im Mittel der Juroren 48,18 Punkte, für den Halbenhund 40,0 und für den Beihund 12,63 Zähler. Der Schäfer der Agrar- und Verwaltungsgenossenschaft Felgeleben verwies damit den Titelverteidiger, Schäfermeister Martin Winz aus Halle-Seeben, auf den zweiten Platz. Der 66-Jährige kam mit Atze und Simpel auf 98,0 Punkte (48,38/ 37,0/12,63). Bei nahezu identischer Wertung für die Leistung der Hüter und gleicher Punktzahl für die Beihunde gab letztlich die bessere Zähler­ausbeute für den Halbenhund den Ausschlag zugunsten von Pilz.

Dritter wurde mit einem Abstand von nicht einmal einem Zähler auf Rang zwei ­Schäfermeister Rüdiger Kassuhn (51 Jahre) aus Königsmark mit den Füchsen Lena und ­Dana. Der Schäfer der LLFG Iden kam auf 97,38 Punkte (46,63/37,25/13,5).

Platz vier belegte Ralf Engel (50) aus Droyßig, Schäfer im Agrar­betrieb eG Droßdorf, der mit Sepp und Hasso antrat und 74,75 Punkte (38,13/25,75/ 10,88) holte. Fünfter wurde Schäfermeister Christian Winz (35 Jahre) mit Hilde und Linda mit 68,88 Punkten (29,63/30,0/ 9,25), der laut Losentscheid als erster Hüter antreten musste, vor Schäfer Michael Winz (33 Jahre) mit Minna und Lump, der es auf 67,75 Zähler (29,5/ 31,5/6,75) brachte. Die Brüder, die beide aus Halle-Seeben stammen und wie Vater Martin auch im Landgut Krosigk angestellt sind, erwischten diesmal keinen guten Tag. Vor allem Michael, der als Mitfavorit galt und als letzter Hüter ins Rennen ging, war natürlich enttäuscht.

Viel Lob gab es vor der abschließenden Siegerehrung für die gastgebende Schäferei Klotz GbR. Die Geschwister Steffen und Ines, die im Alltag rund 600 Muttertiere der Rasse Merinofleischschaf samt Nachzucht betreuen, hatten das Hüten und die Herde zusammen mit Vater Heinz Klotz, Schäfer Reiner Beier, dem Schäferverein Geiseltal und weiteren fleißigen Helfern bestens vorbereitet. Das Landeshüten an der Elsterbrücke bei Oberthau verfolgten mehrere Hundert Zuschauer. Sie hatten von der Deichkrone aus einen hervorragenden Blick auf das Hütegelände und durften sich letztlich über einen bis zum Schluss spannenden Wettbewerb freuen.    
    

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