Doppelförderung vermeiden

15.12.2017

Sabine Rübensaat

Magdeburg. Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat auf Initiative des Ministeriums der Finanzen kürzlich die Einrichtung einer zentralen Fördermitteldatenbank beschlossen. Diese soll Doppelförderungen vermeiden sowie für ein verbessertes Fördermittelcontrolling zur Verfügung stehen.

 

Wie das Finanzressort mitteilte, gibt es bislang im Land keine gesammelten Daten, welche die Förderungen auf Projektebene abbilden und den Behörden übergreifend zur Verfügung stehen. Mit der zentralen Fördermitteldatenbank können die Förderbehörden selbst prüfen, ob der Antragsteller für dieses oder ähnliche Projekte von anderen Landesbehörden bereits Fördermittel erhalten hat. Doppelförderung von Vorhaben durch verschiedene Förderbehörden des Landes können so wesentlich eingeschränkt werden. Damit verringert die zentrale Fördermitteldatenbank weiter den Missbrauch von Fördergeldern.

 

Darüber hinaus wird die zentrale Fördermitteldatenbank auch Daten für ein verbessertes Controlling für den Einsatz von Fördermitteln bereitstellen; auf diese Weise wird der effektive und effiziente Einsatz von Steuergeldern unterstützt. Im Finanzministerium wird dazu die übergeordnete Fördermittelsteuerung in einer Leitstelle gebündelt und mit der Aufgabe für die IT-Koordination des Landes verknüpft.

 

Insgesamt werden 373 Förderprogramme in der Fördermitteldatenbank erfasst, über die in den Jahren 2014 bis 2020 ungefähr sieben Milliarden Euro investiert werden. Die entsprechenden Förderprogramme werden über alle Ressorts verteilt abgearbeitet, die Bewilligungen erfolgen dabei größtenteils in den nachgeordneten Bereichen (Landesverwaltungsamt, Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten u.a.), in der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, aber auch in den Ministerien selbst.

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