Direktzahlungen für Landwirte

16.01.2018

© Sabine Rübensaat

Magdeburg. Die EU-Direktzahlungen sind zum Jahresende an die Landwirte in Sachsen-Anhalt ausgereicht worden. Laut Agrarressort wurden planmäßig zum 29. Dezember 2017 rund 316 Mio. Euro auf die Konten von mehr als 4.250 Antragstellern überwiesen. Ministerin Claudia Dalbert dankte insbesondere den Mitarbeitern/-innen der Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ÄLFF), die trotz EU-seitig geänderter Rahmenbedingungen mit hohem persönlichem Einsatz dieses Zahlungsziel ermöglicht hätten.

 

Knapp 98 Mio. Euro der Direktzahlungen entfallen auf die Greeningprämie. Dafür setzen die Landwirte auf ihren Flächen bestimmte dem Klima- und Umweltschutz förderliche Landbewirtschaftungsmethoden um, z. B. Anbaudiversifizierung, Erhalt des Dauergrünlandes und Vorhalten von ökologischen Vorrangflächen. Letztere Umweltleistungen erbrachten die Landwirte auf über 100.000 ha Ackerland. Die größten Flächenanteile nehmen der Anbau von Winterzwischenfrüchten (48.700 ha) und die Anlage von Brachflächen (25.000 ha). Sie dienen u. a. dem Erosionsschutz und dem Erhalt der Artenvielfalt.

 

Parallel zu den Direktzahlungen wurden 2017 über 41 Mio. Euro an Agrarumweltmaßnahmen an landwirtschaftliche Betriebe ausgezahlt. Dazu zählen rund 172.000 Euro für die Anlage von Blühstreifen, ca. 11 Mio. Euro für alle Ökolandbaumaßnahmen und über 4 Mio. Euro für sonstige freiwillige Naturschutzleistungen wie extensive Grünlandbewirtschaftung oder den Feldhamster fördernde Maßnahmen.

 

Ein weiterer Bestandteil der EU-Direktzahlungen sind Umverteilungs- und Junglandwirteprämien. Etwa 7 Mio. € werden durch Umverteilung zusätzlich an kleinere Betriebe für die ersten 46 ha und an Junglandwirte gewährt, die bei erstmaliger Beantragung nicht älter als 40 Jahre sind.

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