BVVG zieht Bilanz für 2017

15.01.2018

Ackerland © Detlef Finger

Berlin. Die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) hat im vergangenen Jahr die Verwertung ehemals volkseigener land- und forstwirtschaftlicher Flächen weiter vorangetrieben. In Sachsen-Anhalt wurden 2.100 ha landwirtschaftliche Fläche (LN) verkauft, ferner 100 ha Wald sowie 200 ha Umwidmungsflächen. Das gab die BVVG am Donnerstag auf ihrer Bilanzpressekonferenz in Berlin bekannt.

 

Der Kaufpreis für Agrarland bei Veräußerungen zum Verkehrswert nach öffentlicher Ausschreibung betrug 2017 hierzulande durchschnittlich 22.580 €/ha und lag damit knapp unter dem Vorjahresniveau (2016: 22.783 €/ha).

 

Ende 2017 hatte die BVVG hierzulande noch rund 27.700 ha LN verpachtet. Der mittlere Pachtpreis betrug im Vorjahr 574 €/ha, 2016 waren es 547 €/ha. Damit ist Sachsen-Anhalt einsamer Spitzenreiter vor Mecklenburg-Vorpommern mit 450 €/ha Pachtzins.

 

Seit 1992 hat die BVVG damit hierzulande insgesamt 148.300 ha landwirtschaftliche Flächen und 99.700 ha Wald privatisiert. In diesem Jahr sollen in Sachsen-Anhalt weitere rund 2.000 ha LN, 100 ha Wald und 120 ha Umwidmungsflächen verkauft werden.

 

Zum 1. Januar 2018 wurden die Regeln zum Direkterwerb landwirtschaftlicher Flächen nach den Privatisierungsgrundsätzen (PG) 2010 erneut angepasst. Danach kann ein Unternehmensverbund mit mehreren rechtlich selbständigen Pächtern in Summe nur einmal bis 450 ha LN direkt von der BVVG erwerben. In Sachsen-Anhalt beträgt diese Obergrenze weiter 100 ha.

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