BVVG-Flächen

22.01.2018

© Detlef Finger

Hohe Preise für Ackerland treiben nicht nur den Gemüsebauern die Tränen in die Augen.

Berlin. Die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) hat im vergangenen Jahr die Privatisierung ehemals volkseigener land- und forstwirtschaftlicher Flächen weiter vorangetrieben. In Sachsen-Anhalt wurden 2.100 ha landwirtschaftliche Fläche (LN) verkauft, ferner 100 ha Wald und 200 ha Umwidmungsflächen. Das gab die BVVG auf ihrer Bilanzpressekonferenz in Berlin bekannt (siehe auch Bauernzeitung, Heft 3/2018, Seite 19).


Der Kaufpreis für Agrarland, das im Rahmen öffentlicher Ausschreibungen zum Verkehrswert veräußert wurde, betrug 2017 hierzulande durchschnittlich 22.580 €/ha und lag damit knapp unter dem Vorjahresniveau (2016: 22.783 €/ha). Nur in Mecklenburg-Vorpommern war der vorjährige Kaufpreis höher (+161 €/ha), Thüringen folgt mit 20.865 €/ha. Zum Jahresende hatte die BVVG hierzulande noch 27.700 ha LN verpachtet. Der durchschnittliche Pachtzins betrug im Vorjahr 574 €/ha (Bestands- und Neuverträge), 2016 waren es 547 €/ha. Damit ist Sachsen-Anhalt einsamer Spitzenreiter vor Mecklenburg-Vorpommern mit 450 €/ha Pachtzins.


Seit 1992 hat die BVVG hierzulande insgesamt 148.300 ha landwirtschaftliche Flächen und 99.700 ha Wald privatisiert. In diesem Jahr sollen weitere rund 2.000 ha LN, 100 ha Wald und 120 ha Umwidmungsflächen verkauft werden.


Zum 1. Januar 2018 wurden die Regeln zum Direkterwerb landwirtschaftlicher Flächen nach den Privatisierungsgrundsätzen (PG) 2010 erneut angepasst.

 

Danach kann ein Unternehmensverbund mit mehreren rechtlich selbstständigen Pächtern in Summe nur einmal bis 450 ha LN ­direkt von der BVVG erwerben. In Sachsen-Anhalt beträgt diese Obergrenze weiter 100 ha.

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