Bundesmelken: Podest knapp verfehlt

13.05.2014

© Gabriele Franke

Sie bildeten das Team Sachsen-Anhalt beim Bundesmelken: Alexandra Rösler, Anna Maria Ekkelkamp und Janina Schulz (v. l.).

Das Team Sachsen-Anhalt hat sich beim 33. DLG- Bundesmelkwettbewerb im Lehrversuchszentrum (LVZ) Futterkamp in Schleswig-Holstein gut geschlagen. Die amtierende Landesmeisterin im Melkstand, Janina Schulz, erreichte im 2 x 6er Side-by-Side-Melkstand des LVZ den  fünften Platz. Die angehende Tierwirtin, die ihre Lehre im Landwirtschaftsbetrieb der LLFG in Iden absolviert, holte 129,75 von 160 Punkten. Sie lag damit nur 4,25 Zähler hinter der neuen Bundesmeisterin, Susann van den Ecker aus Rothselberg (Rheinland-Pfalz). Ein Fehler beim Zelltest, der sie sieben von 20 Punkten für diesen Wettbewerbsteil kostete, brachte die junge Frau aus Siedendolsleben möglicherweise um den Titelgewinn, denn sie war beim Melken besser als die spätere Siegerin.

Ein zeitliches Problem

Alexandra Rösler, Auszubildende im Beruf Tierwirtin aus der Landgut Hundeluft GmbH und aktuelle Titelträgerin auf Landesebene im Melkkarussell, kam auf einen achtbaren neunten Rang in der zweiten Wettkampfkategorie. Deren praktischer Teil wurde in einem 15er Innenmelker-Karussell auf dem Milchviehbetrieb Peter Krebs in Dahme ausgetragen. Die Dessauerin machte ebenfalls einen Fehler beim Zelltest und musste zudem Abzüge bei der relativen Melkleistung hinnehmen. Für sie standen am Ende 114 Punkte zu Buche. Bundessieger Stephan Kreuzer aus Windach (Bayern) kam auf 130,5 Punkte.

Facharbeiter am Start

Anna Maria Ekkelkamp aus der Agrargesellschaft Kerkau mbH, als Dritte des Landesentscheides im Melkstand qualifiziert, konnte in dieser Kategorie leider nicht in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen. Die Kerkauerin, derzeit im ersten Lehrjahr (!) im Beruf Landwirtin, zeigte eine gute Melkarbeit, hatte aber wie Alexandra Rösler ein Zeitproblem beim Melken und holte schließlich 98,75 Zähler.

Das Lampenfieber – vor dem Start bei allen dreien wie auch bei der Konkurrenz entsprechend groß – und die besondere Anspannung bei solchen Wettkämpfen habe sicherlich eine Rolle gespielt, sagte Teambetreuerin Gabriele Franke gegenüber der BauernZeitung. Schließlich befänden sich die drei Mädchen noch in der Ausbildung. Ihr gutes Abschneiden sei umso höher einzuschätzen, als beim Bundeswettbewerb auch gestandene Jungfacharbeiter und Jungfacharbeiterinnen am Start waren, sagte die Ausbilderin aus der LLFG Iden zu den Leistungen von Janina, Alexandra und Anna Maria. Teilnahmeberechtigt beim Bundesfinale waren Nachwuchskräfte im Alter von 16 bis 25 Jahren, die sich in regionalen Entscheiden qualifiziert hatten.

Stolz auf die Leistungen

„Ich bin stolz auf meine Mädels“, betonte Gabriele Franke. Sie hatte die Starterinnen im Vorfeld mit trainiert, in der Theorie fit gemacht und vor Ort in Futterkamp natürlich fest die Daumen gedrückt. „Auch für mich als Betreuerin war die Anspannung groß, man leidet mit“, räumte sie ein. „Und wir alle wissen: zu jedem Wettbewerb gehört auch ein Quäntchen Glück.“

Insgesamt seien es vier aufregende Tage und für die Teilnehmerinnen aus Sachsen Anhalt eine tolle Erfahrung gewesen, sagte Gabriele Franke abschließend.

Das Wettbewerbsfeld

Bei dem von der DLG in enger Zusammenarbeit mit den Lehr- und Versuchsanstalten der Länder und den Landwirtschaftskammern im zweijährigen Turnus organisierten und durchgeführten Wettbewerb waren diesmal 36 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Deutschland am Start, darunter 24 im Side-by-Side-Melkstand und zwölf im Melkkarussell. Hinzu kamen jeweils zwei Gäste aus Luxemburg, Österreich und der Schweiz, die sich in einem europäischen Vier-Länder-Wettkampf mit den deutschen Siegern maßen.
Wie schon in den Vorentscheiden waren beim Bundesmelken nicht nur die Fähigkeiten und Fertigkeiten in der praktischen Melkarbeit gefragt, sondern auch umfangreiches Fachwissen – von der Agrarpolitik über die Tiergesundheit, Melktechnik und Milchproduktion bis zur Qualitätsprüfung der Rohmilch.   

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