Biber auf dem Vormarsch

07.11.2018

Biberdamm (Schäden) © Sabine Rübensaat

Oranienbaum-Wörlitz. In Sachsen-Anhalt gibt es immer mehr Biber. Nach Angaben des Biosphärenreservates Mittelelbe leben in landesweit etwa 1.000 Revieren inzwischen rund 3.400 Tiere. 1972 seien es nur etwa 560 Biber in 165 Revieren gewesen. Die Leiterin der Landesreferenzstelle für Biberschutz beim Biosphärenreservat Mittelelbe, Annett Schumacher, sagte kürzlich gegenüber Medien, der Nager erobere mittlerweile auch neue Lebensräume, zum Beispiel die Ohre bis hinein in den Drömling.

 

Die meisten Biber lebten im Elbtal und in den Zuflüssen, also in der Muldeaue, der Schwarzen Elster oder im Havelgebiet. Die Ausbreitung sorge aber auch für Konflikte. So richteten die Tiere mit ihren Dämmen etwa in der Landwirtschaft teils schwere Schäden an. In 80 Prozent der Fälle sei ein vom Biber gebauter Damm und die Aufstauung von Wasser die Ursache für Ärger bei Landwirten oder Anwohnern.

 

Das Umweltministerium hat für Naturschutzbehörden „Handlungsempfehlungen für den Umgang mit dem Biber“ vorgelegt. Der Biber ist genau wie der Wolf streng geschützt und darf weder gefangen noch getötet werden.

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