Benachteiligte Gebiete

07.10.2015

Wiesen im Oberharz © Detlef Finger

Zum benachteiligten Gebiet in Sachsen-Anhalt gehören Gemarkungen in den Regionen Fläming, Dübener Heide, Drömling, Harz, Elbe-Havel-Gebiet und Altmark.

Magdeburg. In Sachsen-Anhalt werden bisher 269 132 ha Nutzfläche über die Landwirtschaftliche Vergleichszahl (LVZ) als benachteiligtes Gebiet eingestuft. Für knapp 126 000 ha wurde eine Ausgleichszulage für das Kalenderjahr 2015 beantragt, teilte das Agrarministerium auf Anfrage der BauernZeitung mit.

 

Das Land gewährt die Zulage zur Sicherung landwirtschaftlicher Erwerbstätigkeit und zum Ausgleich ständiger natürlicher und wirtschaftlicher Nachteile. Gefördert werden landwirtschaftlich genutzte Flächen, die der landwirtschaftlichen Erzeugung dienen und im benachteiligten Gebiet liegen (bis LVZ 30).

 

Ab diesem Jahr wird die Ausgleichszulage einheitlich für Acker- und Grünland gewährt und nach dem Ausmaß der festgestellten beständigen Nachteile wie folgt gestaffelt:

 

- LVZ < 16: 110 €/ha
- 16 bis 18: 94 €/ha
- 19 bis 22: 78 €/ha
- 23 bis 26: 62 €/ha
- 27 bis 29: 46 €/ha
- max. 30: 30 €/ha.

 

Die Zuwendung erfolgt degressiv, Betriebe erhalten für Flächen ab 90 ha im benachteiligten Gebiet 95 % des Ausgleichs, jeweils bezogen auf die niedrigste Prämie. Gefördert werden ausschließlich aktive Betriebsinhaber gemäß Artikel 9 der EU-Verordnung 1307/2013, die ihren Betriebssitz in Sachsen-Anhalt haben.

 

Zu beachten ist, dass bei der Gewährung der Ausgleichszulage mindestens 3 ha anrechenbare landwirtschaftlich genutzte Fläche im benachteiligten Gebiet liegen müssen. Anrechenbar ist die förderfähige Fläche ohne Sanktionsabzug. Folgende Flächen sind von einer Förderung ausgeschlossen: Flächen für die Erzeugung von Weizen, Mais, Zuckerrüben, Wein, Äpfeln, Birnen und Pfirsichen (in Vollpflanzung) sowie Intensivkulturen (Gemüse, Obst, Hopfen, Tabak, Blumen, Zierpflanzen, Baumschulflächen), ferner aus der Erzeugung genommene Flächen sowie mehrjährige Blühstreifen und Schonstreifen.

 

Laut EU-Verordnung 1305/ 2013 müssen die benachteiligten Gebiete spätestens ab 2018 auf einheitlicher Grundlage in der EU ermittelt werden. Diese Neuabgrenzung wird derzeit vorbereitet.

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