Baumobst: Ein Fünftel Ökobetriebe

26.10.2017

© Detlef Finger

Ernte von Äpfeln aus ökologischem Anbau im Betrieb Biofrucht Senst in Plößnitz bei Halle. Der inhabergeführte Hof von Dr. Axel Senst im Saalekreis hat insgesamt ca. 36 ha Obstfläche, darunter 12,5 ha Äpfel.

Aktuell bewirtschaften in Sachsen-Anhalt 63 Betriebe insgesamt 1 103 ha Baumobstfläche, davon tun dies 14 Betriebe (22 %) auf knapp 117 ha vollständig ökologisch. Die größten Ökobaumobstflächen finden sich in den Landkreisen Mansfeld-Südharz, Saalekreis und Harz. Dort wirtschaften sieben Obstbaubetriebe auf ca. 77 ha, was 66 % der Gesamtfläche entspricht.


Diese Zahlen veröffentlichte jetzt das Statisische Landesamt auf Grundlage der Baumobstanbauerhebung. Diese wird alle fünf Jahre in Betrieben mit einer Baumobstfläche in Hauptnutzung ab 0,5 ha durchgeführt.


Äpfel werden in allen 14 Ökoobstbetrieben im Land angebaut. Der größte Anteil entfällt auf Tafeläpfel (acht Betriebe, 43,44 ha, 130 940 Bäume). Auch hier konzentriert sich der Ökoanbau auf die drei bereits genannten Landkreise mit fünf Betrieben und einer Fläche von 35 ha (80 %).


Der konventionelle Anbau von Äpfeln erfolgt landesweit in 53 Betrieben auf 605 ha Fläche mit einem Bestand von nahezu 1,48 Millionen Bäumen.


Birnen werden von zwölf Betrieben auf ca. 15 ha ökologisch angebaut. Damit wirtschaftet mehr als ein Drittel dieser Betriebe im Land alternativ. Insgesamt erzeugen 33 Betriebe auf 40 ha Birnen.


Süßkirschen werden auf 8,37 ha, Sauerkirschen auf 11,71 ha und Pflaumen/Zwetschen auf 2,33 ha von zusammen neun Betrieben ökologisch produziert.


Sonstiges Baumobst wird in sieben Betrieben auf 8,08 ha angebaut, davon Aprikosen auf 0,74 ha und Quitten auf 1,22 ha – dies ausschließlich in Mansfeld-Südharz, Saalekreis und Harzkreis.


Walnüsse werden in Sachsen-Anhalt in vier Betrieben ökologisch erzeugt.
Im bundesweiten Vergleich liegt Sachsen-Anhalt damit in diesem Jahr bei den ökologisch wirtschaftenden Betrieben mit Baumobstanbau über dem Bundesdurchschnitt von zwölf Prozent (insgesamt 857 Betriebe), bei der ökologisch bewirtschafteten Fläche mit 10,6 % jedoch unter dem bundesweiten Durchschnitt von 15 % der Anbaufläche.

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