Ausstellung Agraneum in Iden

26.08.2016

© Karina Hoppe

Einen Besucheransturm erlebte die Ausstellung im September 2015. Das Gebäude wurde bis 1992 als Kuhstall genutzt. Das Land hat es aufwendig sanieren lassen.

Sehr viel Mühe, Arbeit, ja: Liebe hat der Oldtimerstammtisch Calberwisch in das Projekt Agraneum in Iden gesteckt. Und das Interesse an der Ausstellung auf dem Gutshof der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) ist groß. Bisher führte der Verein externe Besucher auf Zuruf durch die Sammlung agrarer Hof-, Stall- und Landtechnik. Das soll sich ändern. Ob in Form eines Museums oder nicht: Verlässliche Öffnungszeiten sind nun das Ziel.


Am Grünen Wochenende im September 2015 eröffnete der damalige Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens die Dauerausstellung offiziell. Die Besucher strömten durch die knapp 1 200 m2 große Halle, in der einst 140 Milchkühe standen. Die Resonanz war gut – aber das Grüne Wochenende nach zwei Tagen vorbei. Seither nutzt die LLG das Agraneum für ihre Zwecke und führen die Oldtimerfreunde Interessierte durch die Ausstellung.


Damit noch mehr Menschen in  in den Genuss kommen, die liebevoll zusammengetragenen Geräte und Maschinen zu sehen, sollen feste Öffnungszeiten her. „Dann könnte das Agraneum auch besser beworben werden“, sagt Jürgen Endreß von den Oldtimerfreunden. Aber so einfach ist das nicht. Die Immobilie gehört dem Land, der Verein zum Erhalt und zur Pflege altmärkischen Brauchtums ist der juristische Betreiber – die Oldtimerfreunde sind die Macher. Verein und Land beziehungsweise Oldtimerfreunde und Land müssten sich an einen Tisch setzen, um eine langfristige Lösung zu finden. Gerade an den Wochenenden, wo viele Besuchergruppen unterwegs sind, ist das Gelände geschlossen. Dann gibt es da noch das Problem mit den fehlenden Toiletten. Einiges also sei noch zu klären, juristisch abzusichern. In jedem Fall können sich die Oldtimerfreunde gut vorstellen, zu den Öffnungszeiten „Dienst zu schieben“.


Das Wort Museum empfindet Michael Dihlmann von den Oldtimerfreunden allerdings nicht ganz passend, „das klingt mir zu verstaubt“. Die Besucher sollen die Technik ja auch hin und wieder hören und riechen können.


Derzeit sind die Männer dabei, mit Unterstützung der Landesanstalt kleine Infotafeln zu erstellen. Wenigstens jedes Großgerät soll kurz beschrieben werden. „Dabei kommen wir selbst manchmal an unsere Grenzen. Hersteller, Sinn, Zweck, Baujahr, das braucht Zeit“, so Dihlmann. Weiterhin hat die Halle eine praktische Betonfläche erhalten: Die Stammtische finden von nun an im Sommer im Agraneum statt. „Das passt natürlich.“


Vereinbarung von Führungen durch die Ausstellung unter Tel. (0 39 37) 8 00 80 bzw. (03 93 90) 8 12 41

 

 

 

Weitere Ausstellungsstücke gesucht:
Der Oldtimerstammtisch Calberwisch sucht für die weitere Ausstattung des Agraneums Iden noch landwirtschaftliche oder Kleinwerkzeuge im weiteren Sinne, u. a. um damit die Wände des einstigen Kuhstalls zu bestücken. Über folgende Spenden oder Leihgaben würden sich die Liebhaber historischer Gefährte freuen: alte Ölkannen, Dreschflegel, Holzforken, handgezogene Schleppharken, alte Werbeschilder, Butterfässer, Milchkannen, beschriftete Getreidesäcke und altes Melkzeug sowie zur festen Installation draußen ein altes Göpelwerk. Wer derlei noch hat und zu Anschauungszwecken zur Verfügung stellen möchte, meldet sich bitte bei Jürgen Endreß, Tel. (0 39 37) 8 00 80 oder bei Burkhard Moser, Tel. (03 93 90) 8 12 41.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr