Aufgaben zum Wolf bündeln

23.01.2017

Das Amt für Landwirtschaft Anhalt in Dessau © ALFF

Das Amt für Landwirtschaft Anhalt in Dessau soll künftig auch für die Bewilligung von Entschädigungszahlungen bei Wolfsrissen an Nutztieren zuständig sein.

Magdeburg. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie (MULE) wird noch im ersten Quartal 2017 ein landesweit zuständiges Wolfskompetenzzentrum einrichten und dieses als unselbstständigen Bestandteil beim für den Artenschutz grundsätzlich zuständigen Landesamt für Umweltschutz (LAU) ansiedeln. Es soll vorbehaltlich der Verkündung des Haushaltsgesetzes 2017/2018 und der Personalgewinnung rechnerisch mit drei zusätzlichen Vollzeitstellen ausgestattet werden. Das geht aus der schriftlichen Antwort der Landesregierung vom 18. Januar 2017 auf eine Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Detlef Gürth zum Thema Wolf hervor.



Die Aufgaben des Amtes für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Anhalt (ALFF/Förderung des Herdenschutzes), der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau am Standort Iden (Präventionsberatung für Nutztierhalter) sowie der Wolfsberater bzw. Rissbegutachter sollen in deren Zuständigkeit verbleiben und vom Wolfskompetenzzentrum des LAU koordiniert werden. Dieses soll zudem die Aufgaben der bislang bei der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe angesiedelten Landesreferenzstelle Wolf übernehmen. Weiterhin ist vorgesehen, die bisherige Zuständigkeit des Landesverwaltungsamtes für die Bewilligung von Entschädigungszahlungen bei Wolfsrissen an Nutztieren mit der Zuständigkeit für die Förderung von Präventionsmaßnahmen beim ALFF Anhalt zusammenzuführen, das dazu eine zusätzliche Vollzeitstelle erhalten soll. Außerdem sollen weitere Wolfsberater und Rissbegutachter vom Wolfskompetenzzentrum geschult und begleitet werden.



Die Bildung des Wolfskompetenzzentrums diene dazu, aus Gründen der Verwaltungseffizienz die Zuständigkeiten stärker zu bündeln und zugleich spezielle Fachkompetenz weiterhin zu nutzen. Gleichzeitig soll damit eine bessere Information und Kommunikation an Verbände, Betroffene und Interessierte ermöglicht werden.



» Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Gürth (CDU)

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