Altmarkkreis Salzwedel

18.01.2018

Schwarzwild © Detlef Finger

Salzwedel. Der Altmarkkreis Salzwedel übernimmt ab sofort bis auf Weiteres die Kosten der Trichinenbeschau bei im Kreisgebiet erlegten Wildschweinen. Damit soll die Jägerschaft kostenmäßig entlastet und zu einer intensiveren Bejagung motiviert werden, erklärte Landrat Michael Ziche am Montag. „Nur durch eine dauerhafte Reduzierung der Schwarzwildpopulation in der Region werden die landwirtschaftlichen Betriebe mit Schweinehaltung im Altmarkkreis wirksam vor der Afrikanischen Schweinepest geschützt“, so der Landrat. Der Altmarkkreis Salzwedel gehört mit seinen großen Waldgebieten auch zu den Regionen in Deutschland mit einer hohen Zahl an Wildschweinen.

 

Wie die Kreisverwaltung mitteilte, ist bei erlegten Wildschweinen, deren Fleisch für den menschlichen Verzehr bestimmt sei, eine amtliche Untersuchung des Wildkörpers auf Trichinen gesetzlich vorgeschrieben. Diese Untersuchung werde im Altmarkkreis an acht Standorten von beliehenen Tierärzten durchgeführt. Im Jahr 2017 seien an diesen Stellen insgesamt 2.578 Wildschweine mit negativem Ergebnis beprobt worden.

 

Viele Jäger beklagten, dass gerade bei jungen Wildschweinen die Erlöse aus dem Wildfleischverkauf kaum die Kosten dieser Untersuchung deckten. Weiter hieß es, zur Umsetzung sei das Probenmaterial wie bisher mit dem dazugehörigen Wildursprungsschein den beliehenen Tierärzten zur Verfügung zu stellen. Für den Jäger entfalle die Kostenübernahme der Untersuchung.

 

Pressemitteilung mit Liste der Standorte, an denen beliehene Tierärzte Trichinenuntersuchungen vornehmen: http://www.altmarkkreis-salzwedel.de/desktopdefault.aspx/tabid-19/215_read-951/

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