Alte Obstsorten von Experten bestimmt

22.10.2013

Streuobstwiese

© Sabine Rübensaat

Magdeburg. Der Naturschutzbund (NABU) Sachsen-Anhalt hat auch in diesem Jahr wieder in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Biosphärenreservat Mittelelbe (FÖLV) und dem Landesamt für Umweltschutz in Halle öffentliche Obstsortenbestimmungen an verschiedenen Orten im Land mit Pomologen durchgeführt.


Interessierte Bürger hatten zu fünf Terminen zwischen dem 21. September und dem 12. Oktober an ausgewählten Orten in den Landkreisen Harz, Salzlandkreis, Wittenberg, Burgenlandkreis sowie in der Stadt Dessau-Roßlau die Möglichkeit, eigenes Obst (Äpfel, Birnen) von den Sortenkundlern kostenlos vor Ort bestimmen zu lassen.

 

Streuobstwiesen - Lebensraum für Pflanzen und Tiere

 

Dazu wurden jeweils etwa drei bis vier Früchte je Baum benötigt sowie Angaben zum genauen Standort der Bäume. Wichtig sind vor allem Proben von alten Obstsorten, verlautete seitens des NABU. Herkunftsgebiete der Früchte konnten Straßenbäume, Alleen, Gärten, Streuobstwiesen und anderes sein.
Sachsen-Anhalt besitzt laut dem NABU noch viele erhaltenswerte Streuobstbestände, darunter rund 3 000 ha Streuobstwiesen, die nach § 22 des Landesnaturschutzgesetzes als Biotope geschützt sind. Diese seien nicht nur als bäuerliche Relikte unserer Kulturlandschaft von großem Wert, sondern vor allem auch als Lebensraum für Pflanzen und Tiere, darunter viele bedrohte Arten. Besonders in alten Streuobstwiesen fänden sich häufig alte, manchmal schon vergessene Obstsorten, die für die jeweiligen Regionen charakteristisch seien und deren Erhalt auch aus Gründen der genetischen Vielfalt erstrebenswert sei.

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