Agrarzahlungen in Sachsen-Anhalt

21.12.2015

Geldfoto © Sabine Rübensaat

Magdeburg. Das Land Sachsen-Anhalt wird die Direktzahlungen zum Jahresende vollständig ausreichen, voraussichtlicher Termin sei der 29. Dezember 2015, teilte das Agrarministerium auf Nachfrage der BauernZeitung mit. Die Direktzahlungen umfassen die Basis-, Greening-, Umverteilungs- und Junglandwirteprämie sowie die Zahlungen im Rahmen der Kleinerzeugerregelung. Der Gesamtbetrag der zu gewährenden Direktzahlungen 2015 für Sachsen-Anhalt beläuft sich auf über 320 Mio. Euro. Davon entfallen schwerpunktmäßig etwa 315 Mio. Euro auf die Basis- und  die Greeningprämie.

 

Das Land gewährt landwirtschaftlichen Betrieben zudem Ausgleichszahlungen zur Sicherung der landwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit in benachteiligten Gebieten und zum Ausgleich ständiger natürlicher und wirtschaftlicher Nachteile. Diese Zahlung wird ebenfalls bis Jahresende ausgezahlt, voraussichtlicher Zahlungstermin ist der 23. Dezember 2015.

 

Erstmalig werden hierbei die Vorgaben der neuen ELER-Verordnung 1305/2013 umgesetzt. Neu ist, dass die Zuwendung für Grünland und Ackerflächen in gleicher Höhe gewährt wird und zwar wie bisher gestaffelt nach dem Bodenwert (LVZ). Neu ist ferner auch, dass die Zahlungen degressiv sind. Betriebe erhalten für Flächen ab 90 ha im benachteiligten Gebiet eine um fünf Prozent abgesenkte Prämie.

 

Der voraussichtlich ausgezahlte Gesamtbetrag beträgt 6,6 Mio. Euro. Es handelt sich um die erste Zahlung für Landwirte aus dem neuen Entwicklungsprogramm des Landes für den Ländlichen Raum, das bis 2020 für die EU-Zahlungen der zweiten Säule maßgeblich ist.

 

Zum Jahresende werden zudem die Zahlungen aus dem alten Entwicklungsprogramm 2007 bis 2013 abgeschlossen. Landwirte, die am Programm Fruchtartendiversifizierung teilnehmen, können sich auf einen Vorschuss freuen: Einmalig wird ein Teil der Prämie für das laufende Verpflichtungsjahr vorzeitig gezahlt, voraussichtlich am 28. Dezember 2015. Der Gesamtbetrag umfasst rund 4,5 Mio. Euro.

 

Die Zahlungen für neue Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen, die am 1. Januar 2015 begonnen haben und für die das erste Verpflichtungsjahr zum 31. Dezember 2015 endet, sind für Ende des ersten Quartals 2016 vorgesehen.

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