Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen: Plus für Hütehaltung

05.06.2014

© Sabine Rübensaat

Über die für die neue EU-Förderperiode geplanten Förderprogramme Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen für Schäfer in Sachsen-Anhalt informierte das Agrarministerium.

Landwirtschaftsminister Dr. Hermann Onko Aeikens und Referatsleiter Dr. Jörg Fenchel vom Agrarressort haben auf der Landesschäferkonferenz von Bauernverband und Landesschafzuchtverband (LSV) bzw. auf der Mitgliederversammlung des LSV in Bernburg über die für die neue EU-Förderperiode geplanten Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen für Schäfer in Sachsen-Anhalt informiert. Auf Nachfrage stellte das Ministerium der BauernZeitung die detaillierten Zahlen zur Verfügung.

Freiwillige Naturschutzleistungen (FNL): Sie werden in der Gebietskulisse Natura 2000 und auf Grünlandflächen, die dem Biotopschutz unterliegen, gewährt, und das zusätzlich zum Natura 2000-Ausgleich. Für die naturschutzgerechte Mahd gibt es bei Erstmahd bis 15. Juni und Zweitnutzung ab 1. September 180 €/ha, bei Erstmahd nach dem 15. Juli 300 €/ha.

Das naturschutzgerechte Beweiden mit Schafen und Ziegen wird mit 450 €/ha vergütet. Zusätzlich ist ein Erschwerniszuschlag aus Landesmitteln für Hütehaltung auf ausgewählten Flächen von 150 €/ha vorgesehen.

Die Teilmaßnahme FNL-B (naturschutzgerechte Beweidung mit Schafen und/oder Ziegen ohne Gebietskulisse außerhalb von Naturschutzgebieten) wird in veränderter Form im Rahmen der MSL fortgesetzt. Die Teilmaßnahme „Naturschutzgerechte Bewirtschaftung und Pflege von Streuobstwiesen“ wird in dieser Form nicht fortgeführt.

Die Pflege von Streuobstbäumen wird über die MSL-Teilmaßnahme „Förderung von ­extensiv genutzten Obstbeständen“ gefördert. Die Nutzung des Unterwuchses von Streuobstwiesen kann über die darge­stellten FNL- oder MSL-Teilmaßnahmen gefördert werden.

Markt- und Standortangepasste Landbewirtschaftung (MSL): Auf die Basismaßnahme „Extensive Bewirtschaftung von Dauergrünland“ (Beihilfehöhe: 150 €/ha) kann zusätzlich eine der folgenden Qualifizierungen aufgesattelt werden: Mahd oder Beweidung mit zehn Prozent Schonstreifen (+70 €/ha), ­Ausschluss einer intensiven Portionsweide und Absenkung der Beweidungsdichte (+70 €/ha) bzw. Beweidung mit ­Schafen und/oder Ziegen (+135 € ha).

Erschwernisausgleich: Es ist geplant, den Ausgleich für Bewirtschaftungsbeschränkungen in Naturschutzgebieten außerhalb von Natura 2000-Gebieten nach demselben Verfahren wie den Natura 2000-Ausgleich zu zahlen. Zusätzlich zum Erschwernisausgleich ist die Teilnahme an Freiwilligen Naturschutzleistungen möglich.

Der Natura 2000-Ausgleich für landwirtschaftlich genutztes Grünland beträgt bei einem betrieblichen Tierbesatz von über 1,5 RGV/ha für ein Verbot der Düngung 200 €/ha bzw. bei eingeschränkter Düngung 175 €/ha. Bei einem betrieblichen Tierbesatz von 1,5 RGV/ha oder darunter liegt der Ausgleich für ein Verbot oder Einschränkung der Düngung einheitlich bei 130 €/ha.


Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr