Agrarministerin a.D. Petra Wernicke verstorben

21.09.2017

© Detlef Finger

Petra Wernicke (2009)

Walbeck. Sachsen-Anhalts langjährige Landwirtschaftsministerin Petra Wernicke ist am 14. September 2017 im Alter von nur 64 Jahren ihrem Krebsleiden erlegen. Die CDU-Politikerin hatte sich bereits im Jahr 2009 aus eben jenen gesundheitlichen Gründen von ihrem Ministeramt zurückgezogen und war zwei Jahre später nicht wieder zur Landtagswahl angetreten.

Anfang der 1990er Jahre war Wernicke die erste Frau in der sachsen-anhaltischen Landesregierung. Für kurze Zeit im Kabinett Münch für Raumordnung, Städtebau und Wohnungswesen zuständig, wechselte sie ab September 1991 bis Mitte 1994 auf den Ministerposten für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten – zuletzt unter CDU-Ministerpräsident Bergner. Ab Mai 2002 wurde sie erneut Ministerin, nun für Landwirtschaft und Umwelt, zunächst im Kabinett von CDU-Regierungschef Böhmer, von Mai 2006 bis zu ihrem Rücktritt im Oktober 2009 in der folgenden großen Koalition.

Mehr als zwei Jahrzehnte, von 1990 bis 2011, war Petra Wernicke zudem Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt. Sie gehörte seit 1990 dem CDU-Landesvorstand an, von 1990 bis 1998 war sie stellvertretende Landesvorsitzende. Daneben war Wernicke über Jahre Kreistagsmitglied im Kreis Hettstedt bzw. Mansfelder Land und auch Ortsbürgermeisterin in ihrem Heimatort Walbeck. Die gebürtige Aschersleberin studierte Landwirtschaft an der Martin-Luther-Universität in Halle und schloss 1975 als Diplom-Agraringenieurin ab. Bevor sie ihr erstes Ministeramt übernahm, war Petra Wernicke Bereichsleiterin im Volkseigenen Gut (VEG) Walbeck.

Wenige Tage vor ihrem Tod hatte Bundesagrarminister Schmidt Petra Wernicke mit der Professor-Niklas-Medaille für ihre herausragenden Verdienste um die Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt und Ostdeutschland ausgezeichnet.

Der frühe Tod der allseits geschätzten Politikerin, der die Landwirtschaft immer besonders stark am Herzen lag, hat bei privaten und politischen Weggefährten tiefe Trauer und Bestürzung ausgelöst.

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