860 Millionen Euro für ländlichen Raum

03.06.2014

© Sabine Rübensaat

Bis 2020 stehen in Sachsen-Anhalt 860 Mio. Euro für die Förderung des ländlichen Raumes zur Verfügung.

Für die Förderung des ländlichen Raums stehen in Sachsen-Anhalt für die Jahre 2014 bis 2020 rund 860 Mio. Euro zur Verfügung. In der Förderperiode 2007 bis 2013 waren es 903 Mio. Euro, einschließlich der Modulationsmittel aus dem Gesundheitscheck und der Mittel aus dem EU-Konjunkturpaket. Die Landesregierung hat jetzt die EU-Programme für die neue EU-Förderperiode verabschiedet.

Etwas weniger im ELER

Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens stellte den Kabinettbeschluss am Donnerstag vergangener Woche in Magdeburg den Vertretern der landwirtschaftlichen Verbände vor. Die Programme müssen noch von Brüssel genehmigt werden.

Aeikens sagte: „Die Fördermittel sind wichtiges Treibmittel für die Entwicklung unserer ländlichen Räume.“ Sie schaffen Sicherheit, etwa im Hochwasserschutz, sowie Einkommen.

Im Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) stehen demnach unter anderem für Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen, ökologischen Landbau, Erhalt genetischer Ressourcen, Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete, Natura-2000-Ausgleich und Vorbeugung von Schäden im Wald nach Katastrophen sowie Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Wäldern insgesamt 267,8 Mio. Euro zur Verfügung.

AFP bleibt Schwerpunkt

In der vorangegangenen Förderperiode betrug das Mittelvolumen für diesen Bereich einschließlich der Modulationsmittel aus dem sogenannten Health-Check etwa 293 Mio. Euro.

Für die Landwirtschaft werden weitere Schwerpunkte mit der Agrarinvestitionsförderung in Höhe von 37 Mio. Euro und der Flurneuordnung im Umfang von 39 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Auch der land- und forstwirtschaftliche Wegebau (10 Mio. Euro) leiste einen substanziellen Beitrag zur Gewährleistung der Daseinsvorsorge in den ländlichen Gebieten Sachsen-Anhalts, heißt es dazu in einer Presseinformation.

Die Dorfentwicklung, einschließlich der Sportstätten und der touristischen Infrastruktur, wird mit 56 Mio. Euro aus dem ELER gefördert. Diese Mittel werden ebenfalls für die Unterstützung von Investitionen zur Sicherung der Daseinsvorsorge auf dem Lande eingesetzt. Auch sie sind somit eine tragende Säule der lokalen ländlichen Entwicklung.

Investive Maßnahmen zur Stärkung der Biodiversität und für Natura 2000 werden mit 35 Mio. Euro sowie die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) mit 25 Mio. Euro gefördert. Der Hochwasserschutz hat mit 90 Mio. Euro eine sehr hohe Priorität.

Leader wird fortgeführt

Für Leader sind 80 Mio. Euro und für die energetische Sanierung von Schulen und Kindertagesstätten weitere 86 Mio. Euro vorgesehen. Auch diese Maßnahmen werden wesentlich die Sicherung und Verbesserung der Lebensverhältnisse in Hinblick auf den demografischen Wandel leisten. Einen zentralen Schwerpunkt bildet ferner die Förderung der Breitbandversorgung mit 70 Mio. Euro.

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