20 Jahre Bauernverband Jerichower Land

29.07.2014

© Detlef Finger

Mit der Ehrennadel des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt zeichnete dessen Vizepräsident Jörg Kamprad Edmund Herrmann und Joachim Preuß (v. l.) vom Bauernverband Jerichower Land für ihre Verdienste um die berufsständische Interessenvertretung und die landwirtschaftliche Branche aus.

Der Bauernverband (BV) Jerichower Land beging in Parey mit einer Feierstunde sein 20-jähriges Bestehen. In seinem von Vorstandsmitglied Karl-Heinz Jäger angekündigten „Grundsatzbericht“ blickte Geschäftsführer Edmund Herrmann auf die Geschichte des Verbandes zurück. Dieser war auf den Tag genau vor zwei Jahrzehnten in Gerwisch von 19 Landwirten aus 16 Betrieben aus dem Bereich Burg aus der Taufe gehoben worden.

„Vorläufer“ war der seit 1992 bestehende Landwirtschaftliche Beratungsring Jerichower Land. Der BV Burg als Nachfolger der VdgB im Altkreis fasste damals nicht Fuß, der BV Havelberg-Genthin ging im Landwirtschaftlichen Hauptverein Altmark auf, erklärte Herrmann. Dass der damalige Vorstand die Zuordnung des BV Jerichower Land zum Hauptverein ablehnte, habe sich im Nachhinein als richtige Entscheidung erwiesen – Letzterer ging 1997 in die Insolvenz. Und auch mit der Namensgebung nach den früheren Kreisen Jerichow I und II hätten die Burger Bauern Weitsicht bewiesen, sagte Herrmann mit Blick auf die Kreisgebietsreform.

Im Jahr 1994 wurde auch die Ländliche Wählergemeinschaft Jerichower Land gegründet, die seither mit einem Sitz im Kreistag vertreten ist. 2000 erfolgte die Gründung der Landseniorenvereinigung Jerichower Land. Herrmann, im Hauptjob landwirtschaftlicher Berater und von 2007 bis zum Februar 2014 in Personalunion auch Verbandschef, zeigte bei seinem Rückblick im Schnelldurchlauf ebenso die Veränderungen der agrarpolitischen Rahmenbedingungen in dieser Zeit durch Agrarreformen, Halbzeitbewertungen und Gesundheitschecks auf, ferner wichtige Ereignisse wie Vermögensauseinandersetzung oder Flächenproblematik.

Der BV Jerichower Land setzte unterdessen seinen Weg erfolgreich fort: Mitgliederzahl und Umfang der Mitgliedsflächen wuchsen kontinuierlich über 31 Betriebe mit 27 000 ha im Jahr 2000 auf 35 Unternehmen mit 35 400 ha (2005). Jetzt sind es 84 Mitglieder mit knapp 43 000 ha, darunter neun GbR, 16 Einzelunternehmen im Haupt- und sechs im Nebenerwerb, 22 Agrar GmbH bzw. GmbH & Co. KG sowie 13 Agrargenossenschaften.

Der Geschäftsführer benannte außerdem aktuelle Arbeitsfelder des Verbandes wie Schutzgebietsausweisungen, Wasserrechte oder Hochwassersituationen (2002, 2007, 2013).

Zur Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) bis 2020 erklärte Herrmann, es liege noch vieles im Dunkeln, obwohl es jetzt im Allgemeinen bereits heiße, die künftigen Rahmenbedingungen seien bekannt. Sicher sei indes nur, dass es komplizierter werden und noch mehr Bürokratie geben wird.

In Grußworten überbrachten Horst Blum, Leiter des Amtes für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Altmark, Jörg Kamprad, Vizepräsident des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt, und Christoph Albrecht, Geschäftsführer des Maschinenringes Elb-Havel-Winkel, Glückwünsche zum Verbandsjubiläum, danach wurden verdiente Mitglieder des Kreisverbandes ausgezeichnet.

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