100 Jahre Schweinezucht

24.01.2017

Zuchtsau Senta © ZNS/MLU

Halle. Die Entwicklung des Hausschweins in den zurückliegenden 100 Jahren steht im Zentrum eines neuen Forschungsprojekts, das am Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen (ZNS) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) koordiniert wird. Wie diese jetzt mitteilte, will sie in den kommenden drei Jahren gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern erforschen, wie sich das Hausschwein seit Beginn des 20. Jahrhunderts genetisch und körperlich verändert hat.

 

Die Schweinezucht habe in den zurückliegenden Jahrzehnten verschiedene Zuchtziele verfolgt, wobei es regionale Unterschiede und Veränderungen wegen neuer Konsumentenwünsche gegeben habe, erläuterte die Universität. Im Projekt wolle man nun herausfinden, ob sich die Folgen dieser Entwicklungen im Erbgut und Körperbau der Schweine beobachten ließen. Dazu würden rund 60 historische Schweineskelette sowie deren Erbgut mit heute lebenden Exemplaren zweier in Deutschland typischer Hausschweinerassen verglichen. Als Vergleich zu einer Außengruppe diene das Wildschwein.

 

Neben wissenschaftlichen Publikationen ist laut Hochschulangaben auch eine Sonderausstellung zum Thema „100 Jahre Schweinezucht“ geplant. Darüber hinaus soll ein internationales Netzwerk für Haustierkunde etabliert werden. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt mit insgesamt rund 490.000 Euro.

 

Mehr zu diesem Forschungsprojekt in der BauernZeitung Heft 4/2017 auf Seite 17.

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