Zwei neue Maßnahmen genehmigt

19.02.2016

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Schwerin. Die Europäische Kommission hat den ersten Änderungsantrag zum Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommern 2014–2020 (EPLR MV 2014–2020) genehmigt. Damit ist der Weg für zwei neue Agrarumweltmaßnahmen „Sommerweidehaltung von Rindern“ und „emissionsarme Ausbringung von flüssigen Wirtschaftsdüngern“ frei, teilte das Schweriner Agrarministerium mit. Die zusätzlichen Programme seien in enger Abstimmung mit dem Bauernverband und den Umweltverbänden und mit Zustimmung durch die Wirtschafts- und Sozialpartner möglich geworden. Dank rechtzeitiger Genehmigung durch die Kommission können die neuen Maßnahmen schon für die Antragstellung 2016 wirksam werden. Mit der Sommerweidehaltung wird aufgrund der verbesserten Auslaufmöglichkeit die Tiergesundheit gefördert. Es ist vorgesehen, dass Landwirte 60 Euro Fördermittel pro Kuh bekommen, wenn den Tieren zwischen 1. Mai und 30. November für fünf Monate zusammenhängend täglich Weidegang ermöglicht wird. Die Förderung der emissionsarmen Ausbringung von Gülle erhöht die Akzeptanz der Nutztierhaltung, indem mögliche Geruchsbeläs­tigung verringert wird. Andererseits werden Nährstoffverluste gemindert, die Düngewirkung der Gülle erhöht und insgesamt Einträge verringert. Durch die Anpassung des EPLR ist nun auch die Förderung von Präventionsmaßnahmen bei geschützten Tieren wie Biber und Wolf möglich geworden. Im Falle von Schäden durch den Biber: förderfähig sind z. B. der Einbau von Dammdränagen (sogenannte Bibertäuscher), Gehölzummantelungen oder Anstriche mit Verbissschutzmitteln, die die Nageaktivität des Tieres reduzieren. Für Wölfe sind Präventions- und Managementmaßnahmen denkbar, etwa die Ermittlung von Populationsgrößen. Zuwendungsempfänger sind Privatpersonen, Verbände oder Unternehmen. Bewilligungsbehörden sind die zuständigen Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt.

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