Züchters Fest

19.10.2017

© Gerd Rinas

Mutterschafe bei der Prämierung

Zwei Tage lang stand die Auktionshalle der RinderAllianz in Karow kürzlich im Zeichen der Schafe: Züchter aus sechs Bundesländern und sieben Verbänden waren mit etwa einhundert Tieren zur Bundesschau „Rauhwolliges Pommersches Landschaf“ angereist. Jürgen ­Lückhoff, Vorsitzender des gast­gebenden Landesschaf- und Ziegenzuchtverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V., zeigte sich hocherfreut über die Resonanz. „Fast alle Bundesländer, in denen Rauhwoller gehalten werden, sind vertreten. Damit werden wir unserem Anliegen gerecht, die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese vom Aussterben bedrohte Tierrasse zu lenken“, so Lückhoff, der seit 2015 auch Vorsitzender der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände ist.


In Mecklenburg-Vorpommern hat die Zucht der „Pommern“ oder auch „Rauhwoller“ genannten Landschafrasse eine lange Tradition. Anfang der 1980-er Jahre mit weniger als einhundert Tieren verstreut in mehreren Haltungen beinahe ausgestorben, begann noch in der DDR auf Rügen der Aufbau einer Genreserve. Nach der Wende verbreitete sich die Rasse praktisch über das ganze Bundesgebiet. „In unserem Verband halten 35 Züchter derzeit 1 927 Herdbuchtiere, davon 1 846 Muttern und 81 Böcke“, berichtete Jürgen Lückhoff.

 

Etwas enttäuschend war die Beteiligung der gastgebenden „Pommern“-Züchter bei der zweiten Auflage der Bundesschau: Nur fünf Züchter aus MV fanden den Weg nach Karow.


Des ungeachtet kam es zu spannenden Wettbewerben. Um die Auszeichnung  „Bester Bock“  bewarben sich 40 Rassevertreter. Die Siegerschleife ging an das Prachtexemplar eines Zuchtbocks von Christoph Höller aus Rinteln, Niedersachsen. Den Reservesieger stellte Anne Greef aus Stohl, Schleswig-Holstein. Hartmut und Gudrun Glamann aus Waren (Müritz), neben der Pommernhof Westphal GbR in Gager auf Rügen Halter der letzten größeren „Pommern“-Herde in MV, hatte zuvor in zwei von fünf Klassen den Siegerbock gestellt.


Bei der Prämierung der Mutterschafe setzten die Preisrichter Mathias Brockob, Niedersachsen, und Mathis Herrmann, MV, ein Tier aus der Zucht von Andreas und Andrea Kronberg aus Ferneuendorf, Brandenburg, auf Platz eins. Über den Reservesieg konnten sich Hartmut und Gudrun Glamann freuen. Ein weiterer Reservesieg gelang den Warener Züchtern in der Wollwertung. Hier gewann ein Tier aus der Zucht von Anke Mückenheim, Rieseby, Schleswig-Holstein.  


Die „Beste Kollektion“ stellte die Züchtergemeinschaft Gunda Jung/Milgeta II aus Brandenburg, die „Beste Nachzuchtsammlung“ Holger Beeke aus Gescher, Nordrhein-Westfalen. Die „Beste Generationensammlung“ kam von der Milgeta Agrar GmbH aus Brandenburg.             

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