Wolfsriss nachgewiesen

17.11.2016

Rinderherde (Weide) © Sabine Rübensaat

Schwerin. Das am 21. Oktober bei Niendorf an der Rögnitz, Landkreis Ludwigslust-Parchim, schwer verletzt aufgefundene Jungrind wurde Opfer einer Wolfsattacke. Genetische Untersuchungen des deutschen Referenzlabors haben dies jetzt bestätigt. Die betroffenen Tierhalter können damit aus der Förderrichtlinie Wolf Kompensationszahlungen für das tote Rind erhalten, teilte das Agrarministerium mit.



Im Gegensatz zu Schafen und Ziegen ist für Rinder kein Grundschutz definiert, dessen Einhaltung im Wolfsgebiet Voraussetzung für Kompensationszahlungen ist. Bei dem angegriffenen Tier bei Niendorf handelt es sich um das erste Rind, das bisher in MV nachweislich durch einen Wolf verletzt wurde. 2015 war ebenfalls im Landkreis Ludwigslust-Parchim ein neugeborenes Kalb vermutlich von einem großen Caniden getötet worden, ein Wolf konnte zumindest nicht sicher ausgeschlossen werden.



Experten gehen davon aus, dass Wolfsübergriffe auf Rinderherden im Vergleich zu solchen auf andere betroffene Tierarten Einzelfälle sind, da Rinder grundsätzlich wehrhafte Tiere sind. Derzeit wird geprüft, ob lokal bei den betroffenen Tierhaltern zusätzliche Vorkehrungen zum Herdenschutz sinnvoll sind.

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