Wolfsdebatte

30.11.2018

© Sabine Rübensaat

Schwerin. Den Vorwurf des Landesbauernverbandes, das Land habe keinen Plan für das Bestandsmanagement der Wölfe vorgelegt, wies Agrar- und Umweltminister Till Backhaus im Landtag zurück. Er machte darauf aufmerksam, dass das Land, mit Ausnahmen der Inseln Poel und Rügen, zum Wolfsgebiet erklärt wurde. Tierhalter in diesem Gebiet können sich Zuwendungen für Prävention, die über den Grundschutz hinausgehen, fördern lassen. Ausgleichszahlungen und Präventionsmaßnahmen können ab Mitte 2019 bis zu 100 % gefördert werden. 

 

Außerdem hätten auf der jüngsten Umweltministerkonferenz auf Initiative von MV alle Bundesländer zugestimmt, bis Mai 2019 zum Schutz von Weidetieren eine rechtssichere Grundlage zur Entnahme von problematischen Wölfen auf den Weg zu bringen. Im Landeshaushalt seien erstmals ein Titel für das Wolfsmanagement sowie zwei Wolfsmanager und drei Nutztierhalter-Berater auf Basis von Werkverträgen eingestellt worden. Backhaus wies auf die Schadens-Hotline hin und auf den 2010 veröffentlichten Managementplan für den Wolf. „Konzeptlosigkeit sieht für mich anders aus“, betonte der Minister, der zugleich die Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden und dem Jagdverband bei der Erarbeitung des Managementplans lobte.

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