Waldzustand

06.06.2018

© Sabine Rübensaat

Der Gesundheitszustand der Wälder des Landes ist insgesamt gut und im Trend der letzten Jahre stabil.“ Mit dieser Einschätzung fasste Agrarminister Till Backhaus in Schwerin die Ergebnisse der Waldzustandserhebung für das Jahr 2017 zusammen.


Dabei wurde die Vitalität von 2.520 Bäumen nach ihrem Kronenzustand bewertet. Entscheidendes Kriterium war der Blatt- oder Nadelverlust, die sogenannte Kronenverlichtung. Nach der jüngsten Erhebung hat sich der Anteil der Bäume mit deutlichen Schäden – über 25 % Kronenverlichtung – von 15 % im Jahr 2016 auf 14 %  im Jahr 2017 verringert.


Ein differenziertes Bild ergibt sich nach der mittleren Kronenverlichtung für die einzelnen Baum­arten bzw. Baumartengruppen im Vergleich der Jahre 2016 zu 2017: Bei der weit verbreiteten Kiefer beträgt der mittlere Nadelverlust unverändert 18 %. Die Baum­art zeigt sich seit Jahren als recht stabil gegenüber Umwelteinflüssen. Die Fichte profitierte offenbar von der günstigen Wasserversorgung 2017. Ihr mittlerer Nadelverlust verbesserte sich gegenüber 2016 leicht um 1 auf 17 %.


Die Vitalität bei den übrigen Nadelbaumarten (Lärche, Douglasie u. a.) hat sich im Vergleich zu 2016 ebenfalls leicht verbessert. Der mittlere Nadelverlust aus der Inventur 2017 beträgt bei dieser Gruppe 12 %. Bei den Laubbäumen ist das „Sorgenkind“ nach wie vor die Eiche. Mit einem mittleren Blattverlust 2017 von 20 % – 2016 waren es 21 % – bleibt sie die am stärksten geschädigte Baum–art. Auslöser dafür seien neben witterungsbedingtem Stress Fraßschäden von Insekten sowie Pilzbefall. „Weil es zeitlich begrenzte Erkrankungswellen bei der Eiche auch früher gab, hoffen wir  in den kommenden Jahren auf Erholung dieser für unsere Wälder so charakteristischen Baumart“, sagte Backhaus. Erfreulich sei der weiter verbesserte Gesundheitszustand der Buche. Der mittlere Blattverlust ist gegenüber 2016 um 2  auf 15 % im Jahr 2017 zurückgegangen. Auch bei den Laubbäumen Erle, Birke, Esche und weiteren  verbesserte sich der Belaubungszustand um 2  auf 16 %.


Nach Backhaus‘ Angaben sind seit 1998 jedes Jahr durchschnittlich Bestände von rund 1.000 ha durch Umbau in stabile Mischwälder überführt worden. Problematisch sei die Einschleppung unbekannter Schädlinge. Durch das sogenannte Eschentriebsterben ist über die Hälfte der Eschen-Anbaufläche verloren gegangen. In einem Forschungsprojekt wird seit 2016 nach Züchtungsmethoden gesucht, um resistente Eschenpflanzen zu erzeugen.n


www.wald-mv.de 

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr