Vorrangflächen für Beweidung frei

25.06.2018

© Gerd Rinas

Ab dem 1. Juli  können Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern Bracheflächen, die als ökologische Vorrangflächen im Agrarantrag ausgewiesen wurden, für  Mahd und Beweidung nutzen, teilte das Landwirtschaftsministerium mit. Ein gesonderter Antrag sei nicht erforderlich. „Wir wollen damit den viehhaltenden Betrieben in dieser schwierigen Situation helfen, auch wenn die Qualität des Futters auf diesen Flächen sicher nicht mehr sehr hoch sein wird“,  sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Till Backhaus.

Landwirtschaftliche Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern haben derzeit auf Grund der anhaltenden Trockenheit erhebliche Einbußen in der Futtererzeugung zu verzeichnen. So ist der erste Futterschnitt weit unter den Erträgen in normalen Witterungsjahren zurück geblieben. Durch die nicht ausreichenden  Niederschläge der vergangenen Wochen lässt auch die weitere Futterernte Mindererträge erwarten.

Das Ministerium macht mit der Freigabe von der Möglichkeit Gebrauch, von der ausschließlichen Beweidung dieser Flächen ab 1. August  durch Schafe und Ziegen und ohne Mahd abzuweichen. Die Nutzung solcher Flächen vor dem 1.Juli  ist rechtlich nicht erlaubt und aus umweltpolitischer Zielstellung nicht zulässig; sie würde zur Aberkennung als Ökologische Vorrangfläche führen. In MV haben 2018 insgesamt 1.947 Landwirte Bracheflächen im Umfang von 28.879 ha als ökologische Vorrangflächen beantragt.

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