Volks- und Raiffeisenbanken mit positiver Bilanz

11.03.2016

© Gerd Rinas

Manfred Henne (links), Dieter Heidenreich (rechts)

Angesichts des Preisverfalls auf dem Milchmarkt „stehen die Volksbanken  und Raiffeisenbanken in Mecklenburg-Vorpommern  den Landwirten in der Not bei“. Darauf machte Sprecher Dieter Heidenreich  auf der Bilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr 2015 in Rostock aufmerksam. „Ganz wichtig ist, dass Landwirte bei sich abzeichnenden Liquiditätsschwierigkeiten frühzeitig den Kontakt zur Bank suchen und Vorstellungen mitbringen, wie die Probleme überwunden werden können.“  Im Bedarfsfall  würden von der Bank auch Berater für die Liquiditäts- und Investitionsplanung vermittelt, so Heidenreich. „Bisher haben wir noch keine Kreditanfrage von einem Milchviehhalter abgelehnt“, ergänzte Manfred Henne, ebenfalls Sprecher der VR-Banken in Mecklenburg-Vorpommern. Das im Dezember neu aufgelegte Liquiditätssicherungsprogramm würde zunehmend in Anspruch genommen. Eine Liquiditätsklemme gebe es  bisher nicht. Viele Landwirte stellten allerdings Investitionen zurück.

 

Mit 551,1 Mio. € gehörte die Landwirtschaft neben dem Dienstleistungssektor (463, 8 Mio. € ) im Geschäftsjahr  2015 zu den wichtigsten Kreditnehmern der VR-Banken in MV. Beide Wirtschaftsbereiche  hätten sich sehr gut entwickelt. „Das führte 2015 zu einer erhöhten Investitionsbereitschaft“, so Henne. Die neun eigenständigen Volks- und Raiffeisenbanken in MV verzeichneten 2015 ein Betriebsergebnis von 54,51 Mio. € (1,2 % der Bilanzsumme, ähnlich wie im Jahr zuvor).  Die Gesamtbilanzsumme wuchs um 237 Mio. € auf 4,54 Mrd. € (+ 5,5 %). Das Kreditvolumen stieg um 134 Mio. € bzw. 7,3 % auf 1,98 Mrd. €. Mehr als 90 % des Kreditvolumens entfallen auf Kredite mit Laufzeiten von über fünf Jahren.  Der Anteil dieser langfristigen Kredite wuchs im Vergleich  zu  2014 um sieben Prozent auf 1,79 Mrd. €. Die Bankengruppe verzeichnete 2015 einen Mitgliederzuwachs um 500 auf 81 341 und trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein erfolgreiches Geschäftsjahr, so Dieter Heidenreich.

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