Vereinigte Hagel

13.12.2016

© Vereinigte Hagel

Hagel und Sturm verursachten an diesem Maisbestand bei Vellahn nahe Wittenburg, Westmecklenburg, großen Schaden.

In Norddeutschland haben Unwetter auch in diesem Jahr wieder schwere Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen hinterlassen. Wie Bezirksdirektor Dr. Derk Westphal auf der Bezirksversammlung in Linstow berichtete, hat die Vereinigte Hagel die ersten Schäden bereits zu Vegetationsbeginn reguliert. Ein starker Frost­einbruch Anfang des Jahres hatte in weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns zu Auswinterung geführt.


Im Verlauf des ersten Halbjahres hielten sich die Unwetterschäden in Grenzen. Ein größerer Hagelzug erstreckte sich Ende Juni westlich von Hagenow über Parchim hinweg. Getreide, Mais, Raps und Zuckerrüben waren betroffen. Der schwerste Schadenstag war der 28. August. Auf 4 000 ha LF führte nicht nur Hagel, sondern besonders Sturm zu erheblichen, teils Totalverlusten in Maisbeständen. Glücklicherweise war die Getreideernte kurz zuvor beendet worden.


Deutschlandweit wurde besonders der Westen der Republik von starken Unwettern heimgesucht. Immer wieder war das Gebiet von der Grenze zu den Niederlanden über Münster bis nach Osnabrück von Starkregen und Hagel betroffen. Insgesamt lag die Schadenquote mit 62 % zwar über der des Vorjahres (48 %). Allerdings konnte die Vereinigte Hagel auch in diesem Jahr wieder 12 Mio. € in die Schwankungsrückstellung geben. „Diese ist somit gut gefüllt und bietet den Mitgliedern noch mehr Sicherheit und weiterhin günstige Beiträge“, versicherte  Westphal.


Der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ist in 65 Bezirksvereine unterteilt. Im Bezirksverein Schwerin wurde Rainer Hromada aus Suckow zum neuen Vorsitzenden gewählt und folgt damit Gerhard Bohn aus Karrenzin. Neue Stellvertreter wurden Monika Hansen (Kreien) und Bernd Pahl (Stolpe).


An die Bezirksversammlung schloss sich die gemeinsam mit der Saaten Union durchgeführte Winterveranstaltung an. Ulrich Lossie von der Deula Nienburg informierte über die Bedeutung des optimalen Luftdrucks beim Schlepper. Dadurch kann sowohl der Boden geschont als auch Diesel gespart werden. Eine Umfrage unter den Landwirten im Saal ergab, dass nur wenige auf den Luftdruck in ihren Maschinen achteten. Laut Lossie wird dem Thema leider zu wenig Bedeutung beigemessen.


Sven Böse von der Saaten Union zeigte Möglichkeiten auf, wie durch die richtige Sortenwahl und geeignete Fruchtfolgen die N-Effizienz deutlich gesteigert werden kann. Besonders weite Fruchtfolgen haben hier große Vorteile gegenüber der verbreiteten dreigliedrigen Fruchtfolge.


Prof. Dr. Hans-Georg Frese vom IFZ in Gießen berichtete, welche Schlüsselrolle den natürlichen Ressourcen, insbesondere Wasser, bei zukünftigen internationalen Konflikten zukommt. Aus seiner Sicht wird das Wasserproblem in Afrika bei steigender Bevölkerungszahl nicht zu lösen sein. Lebensmittel müssten daher auf unseren hocheffizienten Gunststandorten produziert werden.

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