Syngenta-Feldtag in Ziesendorf

25.06.2014

© Anne Steinbach

Bei der Besichtigung der Feldversuche auf dem Syngenta-Feldtag.

Auswinterungsschaden im mildesten Winter der vergangenen Jahre? Berufskollegen wollten es Detlev Elgeti, einer der beiden Geschäftsführer der Ziesendorfer Landbau GbR, zuerst nicht glauben. Und doch war es so: Westlich von Rostock sorgten an zwei Tagen im Januar Nord-Ostwind und minus 17 °C für unerwartete Verluste. In Ziesendorf brach die Kälte 82 ha Wintergerste ohne Schneebedeckung das Genick. Den Landwirten blieb nichts anderes übrig, als die Fläche umzubrechen und mit Mais zu bestellen.  

Noch im Juni konnten sich Besucher des Feldtages, zu dem die Firma Syngenta und die Ziesendorfer Landbau GbR mit Partnern seit vielen Jahren einladen, ein Bild von den Kälteschäden machen: Auf dem Versuchsfeld wiesen einige Winterweizen- und Wintergerstenparzellen deutliche Unterschiede in der Auswinterung auf. Die Versuche boten den zahlreichen Besuchern sehr gute Vergleichsmöglichkeiten zur Winterhärte der einzelnen Sorten.

Dr. Holger Weichert, Technischer Leiter des Verkaufsgebietes Ost bei Syngenta, hatte zuvor das neue Getreideherbizid Atlas zur Ungras- und Unkrautbekämpfung im Wintergetreide vorgestellt. Die Zulassung werde noch in diesem Jahr erwartet. Das Produkt soll besonders zur Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz, Weidelgras, Windhalm und Unkräutern sowie auf Problemflächen geeignet sein, wo bisherige Getreideherbizide an Grenzen stießen. Über die neue Hybridgerstengeneration von Syngenta, zum Beispiel mit den Sorten Gallation und Wootan, informierte Dr. Markus Schneiders aus der Unternehmenszentrale in Maintal. Vorgestellt wurde ebenfalls die neue Syngenta-Ertragsgarantie für Hybridgerstenanbauer.

Auf dem Versuchsfeld sahen die Besucher Sortendemonstrationen  von Winterraps, Winterweizen, Wintergerste, Zuckerrüben, Mais sowie Roggen und Triticale. Erläutert wurden Pflanzenschutzversuche mit Herbiziden, Wachstumsreglern und Fungiziden, mit der Firma Yara Deutschland angelegte Düngeversuche sowie Versuche eines Zwischenfrüchteanbauprojekts mit der Landesforschungsanstalt in Gülzow. Dabei wird untersucht, wie durch Kombination verschiedener Pflanzenarten zum Beispiel Unkraut unterdrückt und die Erosion gemindert werden kann. Anhand eines Bodenprofils wurde die unterschiedliche Durchwurzelung gezeigt.


Nach Angaben von Heiko Schlage, bei Syngenta Fachberater Ackerbau für Mecklenburg-Vorpommern, war bis zum Feldtag vorvergangene Woche auf dem Versuchsfeld ein geringer Krankheitsdruck zu verzeichnen. Allerdings zeigten sich nun erste Trockenschäden. In der Wintergerste war sehr starker Netzfleckendruck erkennbar. Während der Raps einen guten bis sehr guten Ertrag verspricht, hielten sich die Experten bei den Aussichten für Gerste und Weizen zurück. Die Wasserversorgung der Pflanzen sei schon extrem angespannt. Viel hänge von der Witterung in den nächsten Tagen ab.  

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr