Storchenpopulation

17.03.2017

Storch © Sabine Rübensaat

Karow. Die Populationsentwicklung der Störche in MV sei alarmierend, so Minister Dr. Till Backhaus auf dem 11. Storchentag in Karow. 2016 zogen 724 Horstpaare – der bislang geringste Brutbestand – 862 Jungvögel auf, über 40 % blieben ohne Nachwuchs. Backhaus forderte die Landwirte auf, „ihre Bewirtschaftungsintensität und -abläufe auf den Flächen in einem Umfeld von bis zu drei Kilometern“ zu überprüfen und dort Agrar- und Umweltmaßnahmen in Betracht zu ziehen. NDR-Info formulierte: „Bauern, die aus Rücksicht auf die Umwelt auf maximale Gewinne verzichten, könnten in diesem Fall Ausgleichszahlungen durch EU-Gelder bekommen.“


Ein Bericht in der Schweriner Volkszeitung (SVZ), wonach durch Spurensuche nach einem besenderten Storch eine andere Ursache für den Rückgang der Storchenpopulation offenbar wurde, fand nur am Rande Erwähnung: In Tansania werden Störche zielgerichtet vergiftet, eingesammelt und gegessen. Ignas Safari, ein Doktorand mit tansanischen Wurzeln, kam diesem Umstand auf die Spur. Er schätzt, dass in dem kleinen Gebiet mindestens 50 Störche vergiftet wurden. Eine Hochrechnung lässt auf katastrophale Auswirkungen auf den Storchenbestand schließen.



Beitrag SVZ, Hagenower Kreisblatt vom 9.März „Trauriges Ende einer langen Reise“, www.svz.de

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