Start ins Ausbildungsjahr

10.08.2017

© Sarah Selig

Am 1. August hat für viele Jugendliche ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Auch auf den Landwirtschaftsbetrieben starteten Auszubildende in ihr erstes Lehrjahr.  Doch welche Anforderungen stellen die Ausbildungsbetriebe und welche Tipps können sie interessierten Jugendlichen mit auf den Weg geben? Dazu beantwortete Jürgen Cummerow von der Ivenacker Eichen Prohad-mbH Fragen von Sarah Selig.



Herr Cummerow, Sie leiten einen Landwirtschaftsbetrieb mit einem integrierten Lohnunternehmen, in welchen Berufen bilden Sie aus?
■ Seit 2001 können wir dank des zusätzlichen Betriebsstandortes in den Berufen Landwirt und Fachkraft Agrarservice ausbilden.



Welche Anforderungen stellen Sie an einen Bewerber oder eine Bewerberin?
■ Grundlegendes Interesse für landwirtschaftliche Prozesse ist Voraussetzung. Außerdem sollten die Jugendlichen Einsatzbereitschaft zeigen. Wenn es die Vegetation verlangt, arbeiten wir auch an Sonn- und Feiertagen oder in den frühen Morgen- und späten Abendstunden, dafür müssen die Auszubildenden Verständnis haben. Weiterhin sind erste Erfahrungen durch ein Praktikum in der Agrarbranche und ein guter Realschulabschluss sehr hilfreich.



Welche Aufgaben können Auszubildende auf Ihrem Betrieb übernehmen?
■ Die Azubis werden in den gesamten Betriebsablauf integriert. Bei uns gibt es keine Azubi-Aufgaben oder -Maschinen. Nach der Einarbeitungsphase bedienen die Auszubildenden auch große Maschinen wie Häcksler oder Rübenroder. Die Instandhaltung der Landmaschinen ist ein weiterer Aufgabenbereich. Außerdem ist mir wichtig, dass nicht nur die Landwirte, sondern auch die Agrarservice-Fachkräfte Grundkenntnisse in der Tierproduktion erwerben. Auch sie müssen wissen, worauf es beispielsweise beim Futterbau ankommt. Das können wir durch unseren zweiten Betrieb, zu dem eine Mutterkuhherde gehört, ermöglichen.



Welche Tipps haben Sie für künftige Auszubildende oder interessierte Jugendliche?
■ Es empfiehlt sich, das Pflichtpraktikum in der Schule zu nutzen, um erste Abläufe in der Landwirtschaft kennenzulernen. Dabei ist es wichtig, dass der Praktikumsbetrieb die Schüler nicht nur fegen lässt. Die Praktikanten können beispielsweise bei Schlosserarbeiten mithelfen oder einen Tag lang im Traktor oder Mähdrescher mitfahren. Für mich ist entscheidend, dass die Bewerber fleißig, zuverlässig und ehrlich sind, denn wir müssen unseren Mitarbeitern vertrauen können.

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