Start in die Feldtagssaison

29.05.2015

© Katja Schiemenz

Im Vorjahr kamen 1 500 Besucher zu den Feldtagen der LFA.

Landwirte haben die Qual der Wahl: Im Anbaujahr 2015 wurden an der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei in Gülzow auf 80 ha Fläche Versuche zu Anbautechnik und Düngung angelegt, es werden Sortenprüfungen bei allen wichtigen Feldfrüchten vorgenommen. 78 Versuche mit landwirtschaftlichen Kulturen, sowohl aus dem konventionellen als auch dem Ökoanbau, werden betreut. Der Schwerpunkt liegt auf den standorttypisch anbaustärksten Kulturen wie Winterweizen, Winterraps, Mais sowie Winterroggen und -gerste. Daneben gibt es Versuche mit Sommergetreide, Lupinen, Erbsen und Fruchtarten aus dem Bereich der nachwachsenden Rohstoffe in den Versuchen.


„Wir wollen damit in unserer eigenen Landesforschungsanstalt das volle Spektrum des Ackerbaus darstellen und zeigen, welches Potenzial die verschiedenen Pflanzenarten haben. Besonders freut mich, wenn wir gerade im Hinblick auf die neuen EU-Vorgaben und unsere eigenen Agrarumweltmaßnahmen zeigen können, welche sinnvolle Ergänzung zum Beispiel Lupinen und Erbsen in der Fruchtfolge darstellen können. Die Anbaufläche von Futtererbsen hat sich vervierfacht und die von Ackerbohnen verdreifacht. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, unterstrich Agrarminister Dr. Till Backhaus.

 

Ein besonderes Angebot wird in Gülzow für Gemüse- oder  Obstbaubetriebe bereitgehalten. In den 17 Versuchen auf dem Gemüsebau-Versuchsfeld stehen Sorteneignung, Bodenbearbeitung und Düngung sowie Schädlingsbekämpfung und Unkrautmanagement im konventionellen und ökologischen Anbau im Mittelpunkt. Im Versuchsanbau sind die für den norddeutschen Raum bedeutenden Kulturen Brokkoli, Rosenkohl, Salaten und Kürbis.

 

Im Obstbau rücken Spezialkulturen wie Sanddorn, Holunder, Kornelkirschen oder Sorrichbusarten mehr in den Fokus. Weiterhin prägt das Apfelsortiment für die Mostverwertung das Bild der Versuchsanlage.

 

Auf vier Versuchsfeldern werden Grundlagen regionaler Pflanzenbauempfehlungen für Landwirte und Berater erforscht und entwickelt. Gleichzeitig dienen die Versuchsergebnisse der Beratung der Landwirtschaftsverwaltung und -politik. Auch Berufsschüler und Studenten der Agrarwissenschaft können sich hier aktuell informieren.

 

Viele Fragen lassen sich nur im Feldversuch beantworten, da Witterung und Bodenunterschiede den Vergleich von schlag- und jahresweise erfassten Erträgen in der Praxis unmöglich machen. Das Gros der Forschungsergebnisse wird im Internet oder in Fachinformationen veröffentlicht. Die Feldtage bieten indes die Möglichkeit, die Bestände selbst einzuschätzen, sich ein eigenes Urteil über die Leistung von Sorten oder empfohlenen Anbaustrategien zu bilden und mit Wissenschaftlern und Technikern ins Gespräch zu kommen. Auch der Erfahrungsaustausch mit den Berufskollegen ist hilfreich für eigene Entscheidungen.


Termine und Informationen zu den Veranstaltungen finden Interessenten unter www.lfamv.de bzw. auf der Seite „Was –Wann – Wo“ der BauernZeitung

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