Schon wieder Betrug mit falschen Bio-Schweinen

10.06.2015

© Sabine Rübensaat

Neuer Betrugsfall mit Bio-Schweinen aufgedeckt.

Danach hat ein Betrieb im Landkreis Ludwigslust-Parchim sein bio-Zertifikat offensichtlich missbraucht, um Schweine als „bio“ zu vermarkten, die „jedoch anscheinend vorsätzlich mit konventionellem Futter gemästet wurden“, so das Ministerium. Die konventionellen Schweine wurden zudem in einer Betriebsstätte gehalten, die nicht im Öko-Kontrollverfahren erfasst  war. „Das bedeutet, dass nach unseren Einschätzungen die Abnehmer dieser Schweine vorsätzlich getäuscht wurden“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

 

Die Unregelmäßigkeiten waren am Donnerstag voriger Woche bei einer Kontrolle durch den Fachverein für Öko-Kontrolle festgestellt und an die zuständige Öko-Kontrollbehörde, das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock, gemeldet worden. Noch am gleichen Tag waren der Betrieb gesperrt, die Bio-Vermarktung der Schweine gestoppt und die Abnehmer informiert  worden. Nachdem erste Untersuchungsergebnisse den Verdacht der Fütterung mit konventionellem Futter bestätigten, war der Fall gestern an die Staatsanwaltschaft  Schwerin übergeben worden. Der Vorwurf:  Betrugsverdacht und Verdacht auf vorsätzliche Verstöße gegen das Ökolandbaugesetz. Nach Informationen der Bauernzeitung handelt es sich bei dem verdächtigen Unternehmen um einen Betrieb mit bis zu 1 000 Mastplätzen.   

 

Erst am Montag voriger Woche hatte die Schweriner Staatsanwaltschaft den Bericht des Neubrandenburger „Nordkurier“ bestätigt, wonach sie gegen einen 66-jährigen Landwirt und dessen 33-jährigen Sohn Ermittlungen wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges sowie des Verstoßes gegen das Ökolandbaugesetz aufgenommen habe. Den Männern wird vorgeworfen, als Inhaber beziehungsweise Geschäftsführer eines als Ökobetrieb zertifizierten Schweinezuchtbetriebes in Ostvorpommern konventionell aufgezogene Mastschweine angekauft und als Biomastschweine verkauft zu haben.

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