Schafe und Dammwild gerissen

03.03.2016

© Gerd Rinas

Über die Förderrichtlinie Wolf kann im Wolfsgebiet des Landes auch die Anschaffung von Herdenschutzhunden finanziell unterstützt werden, die hier Schäfer Siegmar Wendelberger nahe Lübtheen vorführt.

Nördlich der Lübtheener Heide sowie in der Nähe von Greifswald und Mirow sind mehrere Schafe und ein Damwild gerissen worden. Der Rissgutachter geht bei dem Vorfall nahe der Lübtheener Heide von einem Wolf als Verursacher aus. Nahe Greifswald sprechen die Indizien für einen Hund. Bei dem gerissenen Damwild unweit von Mirow wird ebenfalls ein Wolf als Verursacher vermutet.


Die Schaf- und Ziegenhalter in der Region sollten die Meldungen zum Anlass nehmen, ihre Vorkehrungen zum Herdenschutz umfassend zu überprüfen Die Zäune müssen allseitig geschlossen sein. Empfohlen werden entweder mindestens 90 cm hohe Strom führende Zäune mit einem Bodenabstand kleiner als 20 cm bzw. Maschendrahtzäune mit mindestens 120 cm Höhe und einem Untergrabeschutz. Die Förderrichtlinie Wolf bietet im ausgewiesenen Wolfsgebiet des Landes zudem die Möglichkeit, Vorkehrungen zum Herdenschutz finanziell mit bis zu 75 % der Kosten zu fördern, hieß es aus dem Landwirtschaftsund Umweltministerium.


Nahe der Lübtheener Heide wurden neun Schafe getötet und zwei verletzt. Bei Greifswald wurden vier Schafe getötet, ein weiteres Tier wird vermisst. Nördlich von Mirow wurde in den vergangenen Tagen mit einer Wildkamera ein Wolf eines Damwild-Risses überführt. Darüber hinaus bestätigte eine genetische Analyse, dass die im November 2015 festgestellte Verletzung einer Ziege am Ostufer der Müritz durch einen Wolf verursacht worden ist. Damit verdichten sich die Hinweise, dass der Wolf im Umfeld des Müritz-Nationalparks möglicherweise wieder heimisch wird.

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