Rübenernte: Gute Erträge, schwieriger Markt

09.02.2018

© DNZ

Auch im Verbandsgebiet des Güstrower Rübenanbauerverbandes gestalteten sich die Rode- und Bergungsbedingungen nicht immer so günstig wie hier bei einer Rübenverladung nahe Klein Belitz.

Die Witterungsbedingungen bei der jüngsten Rübenernte waren alles andere als einfach. Dennoch wurden in den meisten Anbauregionen im Gebiet des Dachverbandes Norddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V. (DNZ) sehr gute Zuckererträge erzielt. Mit Sorge blickt der Dachverband, in dem auch der Anklamer Anbauerverband für Zuckerrüben e. V. und der Güstrower Rübenanbauerverband e. V. Mitglied sind, aber auf die Vermarktung.


Nach rund 130 Tagen ist die Zuckerrübenkampagne in der vorletzten Januarwoche zu Ende gegangen. „Regional gab es im Verbandsgebiet sehr große Unterschiede bei den Erntebe­din­gungen“, resümierte DNZ-Vorsitzender Helmut Bleckwenn. In fast allen Anbauregionen waren Roden und Verladen der Rüben witterungsbedingt extrem schwierig. Einige wenige Schläge und Teilflächen konnten gar nicht beerntet werden. Dennoch waren die Erträge meist sehr erfreulich. Insgesamt konnten die norddeutschen Rübenanbauer durchschnittlich 78 t Rüben je Hektar bei einem Zuckergehalt von 17,6 % einfahren. Obwohl Aussaat- und Erntebedingungen nicht ideal waren, hat die Zuckerrübe wieder einmal gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt. Dies ist auch notwendig, denn die Zuckerpreise sind nach Ende der Quotenregelung deutlich zurückgegangen.


Mit Beginn des neuen Zuckerwirtschaftsjahres herrschen neue Marktverhältnisse. In vielen Mitgliedstaaten der Europäischen Union wurden die Anbauflächen deutlich ausgedehnt. Im vergangenen Zuckerwirtschaftsjahr notierte der durchschnittliche Zuckerpreis in der EU noch knapp unter 500 €/t. Dagegen rechnen Marktexperten für das laufende Jahr vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018 mit einem erheblichen Preiseinbruch. In der jüngsten Preisberichterstattung der EU-Kommission werden für November 2017 nur noch 410 €/t Weißzucker gemeldet. „Der Druck auf den Binnenmarkt hält weiter an, da auch vom Weltmarkt keine Impulse kommen“, so DNZ-Geschäftsführer Dr. Heinrich-Hubertus Helmke.


Zu Wochenbeginn starteten die alljährlichen Winterversammlungen. Alle Verbandsmitglieder haben die Gelegenheit, sich über wirtschaftspolitische und gesellschaftliche Themen rund um Rübe und Zucker zu informieren. Die Winterversammlungen im Einzugsbereich des Güstrower Rübenanbauerverbandes e. V. finden statt am 23. 2., 9 Uhr, in 18273 Güs­trow, Speicherstr. 11, LKV-Veranstaltungszentrum „Viehhalle“, und am gleichen Tag um 14 Uhr in 19217 Rehna, Markt 5, Hotel Stadt Hamburg. Der Anklamer Anbauerverband trifft sich zur Mitgliederversammlung am 28. 2., 9 Uhr, in 17389 Anklam, Bluthsluster Straße 24, Kantine „Pott un Pann“.

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