Reit- und Springturnier in Mühlengeez: Großer Erfolg

21.08.2014

© Jutta Wego

Auf dem Weg zum Großen Preis: André Thieme mit der neunjährigen Stute Ramona de Flobecq.

Nach dem Großen Preis stand der Mann ganz rechts bei der Siegerehrung, der wenige Tage zuvor vom Springausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) in den achtköpfigen Championatskader aufgenommen wurde: André Thieme aus Plau am See war mit zwei Pferden in der Siegerrunde der besten fünf Paare aus dem „schwer gebauten Umlauf“ (O-Ton Parcourschef Wolfgang Meyer) vertreten. Mit Ramona de Flobecq ließ er es auf kurzen Wegen flott angehen. An Hindernis 7b trat die Schimmelstute aus der Wendung nicht gleich richtig zu, bekam zu wenig Höhe und die Stange fiel.

Nun hatte es Heiko Schmidt als nächster mit dem Hengst Chap (v. Cellestial) in der Hand, das Springen für sich zu entscheiden, das er bereits 2002 auf Cellestial und 2007 auf Lagano gewann. Mit kontrollierter Offensive, wohl wissend, dass ihm André Thieme mit seinem zweiten Pferd noch folgte, ging er den Kurs an. Ein Aufschrei am letzten Sprung, den der Fuchshengst mit exzellenter Springtechnik traf. Kopfschütteln beim Reiter, aber Beifall von den Zuschauern. Heraus kam ein toller 2. Platz hinter André Thieme, der mit seinem zweiten Pferd, Voigtsdorfs Quonschbob, zweimal traf (5. Platz). Dritter wurde der „Fast Mecklenburger“ Ulf Ebel (Angermünde) auf Les Lennet, der im September in die Reiterfamilie Jürgens in Polzow bei Pasewalk einheiratet. „Polterabend ist am 10. September in der Polzower Reithalle“, verkündete er. Jörg Möller (Garlitz) wurde auf For Felicila Vierter.

Mit seinem Sieg hat André Thieme in der Geschichte der „Pferd“ mit Thomas Kleis (Gadebusch) gleichgezogen, der den Großen Preis vom Lübzer Pils dreimal infolge gewann und diesmal mit vier Fehlern aus dem Umlauf auf dem Hengst For Success Sechster wurde. „Ich habe nicht mit einem Sieg gerechnet. Umso mehr freue ich mich natürlich,“ sagte André Thieme bei der Siegerehrung. Ein Lob richtete er an die Veranstalter: „Wie immer ein tolles Turnier mit guter Organisation und besten Bodenverhältnissen“. Dass sogar der Sechste und Siebte noch Preisgeld erhielten (nach der Ausschreibung nicht erforderlich), lobte vor allem Thomas Kleis. Das dreitägige Turnier war auch für ihn wieder eine Erfolgsstory. Am Freitag gewann er auf AFP’s Questa Vittoria das erste Springen der Großen Tour vor Jörg Möller auf Caballito. Am Samstag im Championat der BrinkmannBleimann GmbH führte er mit For Success (2.) und AFP’s Questa Vittoria (3.), bis ihm Robert Bruhns (PSV Quitzow/Prignitz) auf der Zielgeraden den sicher geglaubten Doppelerfolg in dem Zwei-Sterne Springen mit Gepson noch wegschnappte. In der Youngster-Tour holte er sich auf Catoki’s Clever einen sowie auf der achtjährigen Stute Wanda zwei Siege und im Finale den 2. Platz.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung“ sagte Turnierleiterin Christin Weinhold. „Vor allem freut mich, dass wir die Besucherzahl steigern konnten und die Reiter zufrieden waren“, so die Geschäftsführerin des Veranstalters MAZ GmbH. Beide S-Dressuren gingen an das Gestüt Ganschow. Die Tschechin Libuse Pulpanova, im Gestüt als Bereiterin tätig, gewann sowohl den Sankt Georg Preis als auch die Intermediaire I-Kür mit den Hengst Sir Galanto Sport. Die Besucher der 24. „Pferd“-Auflage sahen Sport vom Feinsten. Sie freuten sich auch über die attraktiven Schaubilder mit Voltigieren, Westernreiten und den „Kampf der Vierspänner“ beim Hindernisfahren. Dieses gewann standesgemäß Landesmeister Mario Schildt aus Groß Nieköhr, der im zweiten Umlauf tüchtig „Gas geben“ musste, um die Zeit des führenden Fred Dittberner aus Kladrum noch zu unterbieten.

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