Pflügerwettbewerb Westmecklenburg

26.03.2018

© Brigitte Roost-Krüger

Übung macht den Meister: Auszubildender Florian Klerch bereitet sich auf den Pflügerwettbewerb sorgfältig vor.

Beim diesjährigen Pflügerwettbewerb der Bauernverbände Nordwestmecklenburg, Parchim und Ludwigslust am 14. April in Kraak sind noch Plätze frei. „Mitmachen lohnt sich“, sagt Brigitte Roost-Krüger von der Agrargemeinschaft Holthusen.

 

Gute Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen


Sie schickt in diesem Jahr ihren Azubi Florian Klerch ins Rennen „und das ist nicht nur gut für die Öffentlichkeitsarbeit“. Jedes Jahr berichten die Medien von dem Ereignis, es kommen Tausende Besucher. Sie erleben hautnah, wie die Technik von heute funktioniert. Es ist eine schöne Gelegenheit, bei der Verbraucher ungezwungen mit Vertretern der Landwirtschaft ins Gespräch kommen und ihnen Löcher in den Bauch fragen können.


Doch eigentlich geht es ja um etwas ganz anderes: Um Spaß und die Freude am Lernen. Der 16-jährige Azubi von der Agrargemeinschaft Holthusen hat in den vergangenen Jahren schon Erfahrungen beim Oldtimerpflügen gesammelt, ein Publikumsmagnet bei den Veranstaltungen. Dieses Jahr sattelt er auf eine größere Maschine um: Den Fendt Vario 936 mit einem Överum 7-Schar-Drehpflug. Für Florian Klerch wird das quasi eine Premiere, denn bisher hat er noch nicht mit diesem Untersatz gearbeitet und das Training geht erst noch los. Umso mehr freut er sich auf das Leistungspflügen. „Man kann sich mit anderen messen und lernt gleichzeitig durch den Austausch so viel. Man guckt zum Beispiel, wer eine gute Lösung für ein bestimmtes Problem gefunden hat“, so der Azubi. „Und ich freue mich, wenn ich das Neuerlernte dann auf dem Acker sehe“, fügt seine Chefin an.


In diesem Jahr sind der Bauernverband Ludwigslust und der gastgebende Betrieb Hof Karp in Kraak die Ausrichter. Unterstützung kommt zudem vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg und vom Landkreis Ludwigslust-Parchim. Auch in diesem Jahr ist der Landrat des Kreises, Rolf Christiansen, Schirmherr des Wettbewerbs. Das Pflügen wird aus guten Gründen als „Königsdisziplin“ des Ackerbaus bezeichnet. Mit der Qualität des Pflügens werden wichtige Grundlagen für den Erfolg im Ackerbau gelegt. Unter den strengen Augen der Schiedsrichter gilt es, innerhalb von zwei Stunden eine vorgegebene und exakt eingemessene Parzelle fachgerecht zu pflügen. Dabei muss die vorgegebene Pflugtiefe eingehalten werden. Alle Pflugkörper müssen Furchen gleicher Breite und Tiefe ziehen. Die zu Anfang gezogene Spaltfurche und viele vorgegebene Kriterien werden ebenfalls bewertet.


Der Wettbewerb wird am 14. April um 9.15 Uhr mit den Jagdhornbläsern eröffnet. Im Anschluss an den Hauptwettbewerb, ab ca. 12 Uhr, startet das Oldtimerpflügen. Dieser Programmteil hat sich in den vergangenen Jahren ebenfalls zu einem echten Wettbewerb entwickelt – wenn auch nicht nach so strengen Regeln wie beim klassischen Pflügerwettbewerb. Aber auch hier gibt es Vorgaben, die von der Jury bewertet werden.

 

Schlendern, schauen, kaufen


Begleitet wird der Pflügerwettbewerb von einem bunten Rahmenprogramm. Die Händlermeile lädt Besucher zum Schlendern, Schauen und Kaufen ein, im Festzelt spielt das Banzkower Blasorchester, eine Ausstellung moderner Landtechnik ist zu besichtigen, die Kinder kommen auf ihre Kosten und für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.


Wer nicht nur Zaungast sein will, wenn Landwirte sowie Auszubildende aus den Landkreisen Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim in getrennten Wertungen in den Kategorien Beet- und Drehpflug um die begehrten Siegerpokale kämpfen, kann sich in der Geschäftsstelle des Bauernverbandes Ludwigslust e.V. unter Tel.: (03 87 4) 29 00 4 bis zum 30. März anmelden.

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