Pflanzenschutz: Nachhaltig in den Nachtstunden

23.05.2014

© Sabine Rübensaat

Das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln bei Nacht schont die Umwelt.

Rostock. Landwirte sahen sich in den vergangenen Wochen immer wieder mit Anfragen und Verdächtigungen aus der Bevölkerung konfrontiert, wenn sie in den Abend- oder Nachtstunden mit Spritzfahrzeugen bei der Arbeit beobachtet wurden. Dieser Einsatz zu später Stunde ist aber keineswegs ein Grund zur Besorgnis. Ganz im Gegenteil: Die Nachtausbringung von Pflanzenschutzmitteln steht für einen schonenderen Umgang mit Flora und Fauna. Darauf weist die Abteilung Pflanzenschutz im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LALLF) in Rostock hin.

Pflanzenschutzmittel werden in dieser Saison von Landwirten zunehmend in den Abend- und Nachtstunden auf die Felder ausgebracht. Dafür sprechen vor allem zwei Gründe: Nachts herrschen für den Pflanzenschutz wesentlich günstigere Witterungsbedingungen. Weniger Wind und weniger Thermik mindern die Abdriftgefahr auf benachbarte Flächen. Bienen und andere Insekten fliegen nachts nicht beziehungsweise deutlich weniger und werden geschont. Von den Landwirten werden nur zugelassene Pflanzenschutzmittel angewendet. Eine eventuelle Geruchsbelästigung ist kein Zeichen für Abdrift, so die Experten im Landesamt.

Mit der Nachtausbringung leisten Landwirte einen Beitrag zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Die Abteilung Pflanzenschutz des LALLF wirbt seit vielen Jahren für diese Praxismethode und klärte die Landwirte in zahlreichen Fachveranstaltungen darüber auf. Viele Bauern haben mittlerweile ihre Spritzfahrzeuge den Anforderungen der Nachtarbeit angepasst und mit GPS-Steuerung sowie moderner Gerätebeleuchtung ausgerüstet.

pflanzenschutzdienst@lallf.mvnet.de

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