„Pferd 2016“ in Mühlengeez

19.08.2016

© Jutta Wego

Erstmals gewann der 27-jährige Benjamin Wulschner, Passin, den Großen Preis von Lübzer Pils mit Rytters Quinton.

Das 26. Reitturnier in Mühlengeez, die „Pferd 2016“, sahen am vorigen Wochenende mehr als 5 000 Besucher. Sie erlebten spannende Wettkämpfe. Auch das 3. Hunde-Agility-Turnier war hochinteressant und angesichts der faszinierenden Aktion der Vierbeiner ständig dicht umlagert. Das MAZ-Gelände hat seinen Ruf als Besuchermagnet erneut unter Beweis gestellt.

 

Spannendes Stechen


Spannend verlief das Stechen im Großen Preis von Lübzer Pils, das vier Reiter erreichten. Erster Starter war Heiko Schmidt (Neu Benten), dessen 12-jähriger Hengst Chap exzellente Auftritte hatte. Mit hohem Tempo und auf kürzesten Wegen galoppierte er nach 41 Sekunden fehlerfrei ins Ziel. „Das ist nicht zu toppen“, war die allgemeine Meinung. Doch dann folgte der Angriff von Benjamin Wulschner (Passin) mit dem gleichaltrigen Rytters Quinton.


Mit hohem Risiko, aber stets kontrolliert unterwegs, blieb das Paar fehlerfrei, und die Uhr hielt bei 39,6 Sekunden. Damit gewann der 27-jährige Sohn des Nationenpreisreiters Holger Wulschner erstmals den Großen Preis von Lübzer Pils. „Ich freue mich sehr über diesen Sieg. Schon als kleiner Junge war ich in Mühlengeez dabei, als mein Papa hier 1999 erstmals gewann. Später habe ich Heiko Schmidt siegen sehen, den ich heute schlagen konnte. Ich bin sehr zufrieden, bedanke mich bei der Turnierleitung für das schöne Turnier und bei meinem Pferd, das so toll für mich gekämpft hat“, sagte Benjamin Wulschner bei der Siegerehrung. Der 3. Platz ging an den Iren Eoin Ryan aus Krummesse (4 Fehler/45,42). Holsteins ehemaliger Nationenpreisreiter Thomas Voß (Schülp), der den Großen Preis 1995 gewann, wurde auf Wat nu Vierter.


Das Championat am Samstag, ein Zwei-Sterne-Springen, ließ Benjamin Wulschner zur Schonung seiner Pferde aus. Lange führte Michael Kölz (Leisning/Sachsen) die Konkurrenz mit dem Hengst FST Dipylon an, bis Heiko Schmidt mit Chap über den Kurs sauste, zweieinhalb Sekunden schneller war und das Springen gewann. Der 3. Platz ging nach Magdeburg an Christof Kauert auf Orplid. „Ich bin zum ersten Mal in Mühlengeez und muss sagen, dass ich bisher etwas verpasst habe. Das nächste Mal bin ich ganz bestimmt wieder dabei“, sagte Sachsens erfolgreichster Reiter Michael Kölz.


Am Sonntag im Finale der mittleren Tour (Punktespringen Klasse S) sah es nach einem Erfolg von zwei Damen aus. Ellen Kölz, Ehefrau von Michael Kölz, führte die Konkurrenz vor Inga Czwalina (Fehmarn) an. Benjamin Wulschner wollte das nicht so stehen lassen und brachte die Stute La Darca mit großen Galoppsprüngen über die zehn Hindernisse. Als einziger unterbot er die 50-Sekunden-Marke und siegte mit voller Punktzahl 65 in 49,41 Sekunden vor Ellen Kölz auf Landfee Z und Inga Czwalina auf Cuba Libre.

 

Erfolgreichster Reiter


Benjamin Wulschner, erfolgreichster Reiter des Turniers, hat alle drei Springen der mittleren Tour gewonnen.

 

 

Erstmals gewann der 27-jährige Benjamin Wulschner, Passin, den Großen Preis von Lübzer Pils mit Rytters Quinton.

Fotos: Jutta Wego

 

 

 

 

 

Im S-Zeitspringen am Samstag siegte er auf der neunjährigen Stute Arunna vor Inga Czwalina auf Va Bene. Am Freitag im Zwei-Sterne-M-Springen holte er sich die Siegerschleife beim ersten gemeinsamen Auftritt mit La Darca. Im Finale der Youngster-Tour musste Wulschner, der auf Lorent P.M.S. Dritter wurde, Heiko Schmidt auf Chaleen und Paul Wiktor (Karow) auf Ceedah den Vortritt lassen.


Die drei bedeutendsten Dressurprüfungen wurden alle von der zweifachen Landesmeisterin Christina Thieme (Redefin) gewonnen.

 

 

 

Siegerin der drei bedeutendsten Dressurprüfungen wurde die 36-jährige zweifache Landesmeisterin Christina Thieme aus Redefin mit Dozent.

 

 

 

 

Auf dem elfjährigen Dozent gewann sie die S-Dressur S4 mit 74,000 %, den Prix Sankt Georg mit 71,447 % und die Intermediaire-I-Kür, die traditionell auf dem Springplatz ausgetragen wurde, mit 75,792 %. Ronald Lüders (RV Güstrow) ritt die Stute Smilla Kunterbunt und kam in den drei Prüfungen mit 71,250, 71,184 und 75,125 % jeweils auf den 2. Platz. Auch auf den dritten Plätzen landete mit Libuse Mencke (Ganschow), die den neunjährigen Syrio ritt, dieselbe Reiterin (69,292, 69,123 und 72,833 %).

 

 

 

 

Drei Reiter aus dem Siegerteam im HIPPOLOGICA-Cup (v. l.): Anna-Chantal Burmeister (Schwaan), Lilli Plath (Poel) und Susann Voß (Laage).

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr