Ökologische Vorrangflächen

03.07.2018

© Sabine Rübensaat

Schwerin. Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern können ab dem 1. Juli  Bracheflächen, die als ökologische Vorrangflächen im Agrarantrag ausgewiesen wurden, für Mahd und Beweidung nutzen. Ein gesonderter Antrag sei nicht erforderlich, teilte das Landwirtschaftsministerium mit. „Wir wollen damit den viehhaltenden Betrieben in dieser schwierigen Situation helfen, auch wenn die Qualität des Futters auf diesen Flächen sicher nicht mehr sehr hoch sein wird“,  sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Backhaus. Landwirtschaftsbetriebe haben aufgrund der anhaltenden Trockenheit erhebliche Einbußen in der Futtererzeugung zu verzeichnen. So ist der erste Futterschnitt weit unter den Erträgen in normalen Witterungsjahren zurückgeblieben.

 

Durch die nicht ausreichenden  Niederschläge der vergangenen Wochen lässt auch die weitere Futterernte Mindererträge erwarten. Das Ministerium macht mit der Freigabe von der Möglichkeit Gebrauch, von der ausschließlichen Beweidung dieser Flächen ab 1. August  durch Schafe und Ziegen und ohne Mahd abzuweichen. Die Nutzung solcher Flächen vor dem 1. Juli ist rechtlich nicht erlaubt und aus umweltpolitischer Zielstellung nicht zulässig; sie würde zur Aberkennung als Ökologische Vorrangfläche führen, hieß es aus dem Ministerium. In MV haben 2018 1.947 Landwirte Bracheflächen im Umfang von 28.879 ha als ökologische Vorrangflächen beantragt.

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