Nordstream 2

20.11.2017

© Sabine Rübensaat

Neubrandenburg. Die Nord Stream AG hat ihr Konzept für Ausgleichsmaßnahmen beim Bau der Erdgasleitung Nordstream 2 durch die Ostsee überarbeitet und den landwirtschaftlichen Flächenanspruch drastisch gesenkt. Wie der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern vorige Woche nach einer Telefonkonferenz mit dem Konzern berichtete, sollen nun statt der zuvor geplanten 1 000 ha LF in einem Suchraum von 3 000 ha noch 70 ha für Ausgleichsmaßnahmen genutzt werden (BauernZeitung 24/2017 Nordausgabe, S. 10).



Der Verband wertet dies als Teilerfolg, räumt aber ein, dass seine Forderung „kein Ackerland für Ausgleichsmaßnahmen“ damit nicht vollständig umgesetzt worden sei. Die reduzierte Ausgleichsfläche sei das Ergebnis „unserer intensiven Verhandlungen und der Forderungen des Berufsstandes, insbesondere ein Erfolg des Engagements der betroffenen Rügener Landwirte“, stellte Bauernverbands-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Piehl fest. Im Hinblick auf künftige Maßnahmen warnte Piehl vor einer weiteren Umwandlung von Ackerfläche in Grünland oder Wald. Das grundsätzliche Problem der „leichtfertigen Gefährdung“ von Ackerflächen für Kompensationsmaßnahmen bestehe fort und müsse politisch dringend gelöst werden. 

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