Natura-2000-Gebiete Landesverordnung

12.01.2016

© Sabine Rübensaat

Zugvögel (Wildgänse)

Die Landesregierung will die FFH-Gebiete landesrechtlich unter Schutz stellen. Hierzu soll die Vogelschutzgebietslandesverordnung so ergänzt werden, dass die bereits unter Schutz stehenden europäischen Vogelschutzgebiete mit den Gebieten gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH-Gebiete) in einer Natura-2000-Gebiete-Landesverordnung zusammengeführt werden, teilte das Agrar- und Umweltministerium mit. Der Entwurf für die „Zweite Landesverordnung zur Änderung der Vogelschutzgebietslandesverordnung“ liegt in den Naturschutzbehörden des Landes seit dem 22. Dezember und noch bis zum 25. Januar öffentlich aus, in den kommunalen Behörden kann die Frist abweichen.


Bedenken oder Anregungen können per E-Mail an die Adresse Natura2000LVO@lu.mv-regierung.de bzw. schriftlich an das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Abteilung Nachhaltige Entwicklung, Forsten und Naturschutz, Paulshöher Weg 1, 19061 Schwerin, gerichtet werden. Der Entwurf kann inklusive aller Zusatzinformationen (Karten) auf der Ministeriums-Homepage als PDF heruntergeladen werden.


Der Bauernverband hat die vergleichsweise kurze Öffentlichkeitsbeteiligung über Weihnachten und den Jahreswechsel kritisiert. „Wer hat Muße, sich über die Festtage mit dem Verordnungsentwurf über die Natura-2000-Gebiete in Mecklenburg-Vorpommern zu befassen?“, fragte Präsident Rainer Tietböhl. Viele Menschen wären verreist und hätten das Jahr ausklingen lassen. „Genau diese Zeit haben sich die Behörden ausgesucht, um den Verordnungsentwurf über die Natura-2000-Gebiete öffentlich auszulegen.“ Tietböhl forderte, die Frist um vier Wochen zu verlängern.


„Es ist nicht das erste Mal, dass die Behörden solche unsinnigen Auslegungsfristen festlegen. Mir drängt sich der Gedanke auf, dass hier mit System vorgegangen wird, damit den Betroffenen möglichst wenig Zeit für Stellungnahmen und Einwendungen bleibt“, so der Bauernpräsident.


Dieses Vorgehen sei nicht förderlich für einen vertrauensvollen Umgang von Behörden und Betroffenen. „Eine höhere Akzeptanz für den Naturschutz im Land ist nur möglich, wenn alle Betroffenen, also alle Naturnutzer und Anwohner, umfassend und ehrlich beteiligt werden“, unterstrich Tietböhl.

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