MV-Tag in Rostock

31.05.2018

© Melanie Maaß

Das Gummi-Euter musste erst „angemolken“ werden. Die „Trockensteherphase“ war offenbar zu lang.

Strahlender Sonnenschein, leichte Brise vom Stadthafen und auf einer grünen Wiese ein nagelneues Infomobil: Das war der Mecklenburg-Vorpommern-Tag 2018 in Rostock. Von den 140.000 Besuchern kamen unzählige am Stand des Bauernverbandes vorbei. An zwei Tagen sind wir in unserem Infomobil mit Verbrauchern und interessierten Bürgern ins Gespräch gekommen. Frei nach dem Motto: „Redet mit uns, statt über uns!“. Dabei nutzten die „fleißigen Bienen“ am Infomobil die mitgebrachten Sämereien und Pflanzen als Anschauungsmaterial und zur Aufklärungsarbeit. Bei manchen war mehr davon nötig, bei anderen weniger. Einige Gesprächspartner hatten spürbar einen fachlichen Hintergrund, arbeiteten einst selbst in der Landwirtschaft oder kannten sie noch von Eltern und Großeltern.  


Im Gespräch wurde schnell klar, was die Menschen bewegt: Artenvielfalt und Insektensterben waren erwartungsgemäß ein Thema. Ob das mit dem Insektensterben wirklich so sei, wollten einige wissen. Sachliche Antworten wie die, dass laut Landesimkerverband die Anzahl der Bienenvölker seit 1990 noch nie so hoch war wie jetzt, lösten zum Teil großes Erstaunen aus.


Weitere Fragesteller wollten wissen, ob die Landwirtschaft eine Alternative zu Glyphosat hat und was passiert, wenn die Direktzahlungen geringer werden.


Manche Bürger waren erstaunt, wenn sie hörten, dass auch Schulen, Kindergärten und Dorfgemeinschaftshäuser aus dem Landwirtschaftsministerium finanziert werden. „Wie an einer Tankstelle“ sei das Auf und Ab der Milch- und Butterpreise, kommentierte ein Besucher die Preisschwankungen für landwirtschaftliche Produkte.


Die Besuche von Berufskollegen waren da aus Sicht der Mitstreiter am Infostand schon eher eine Entspannung, weil man sich unter Kollegen ja mit wenigen Worten verständigen kann.


Interessant war auch, dass sich schon viele Besucher auf den Tag des offenen Hofes am 10. Juni freuten. Sie wollten wissen, welche Höfe teilnehmen werden und wo es was zu sehen gibt.


Für einen kurzen Moment sorgte das mitgebrachte Gummi- Euter für Stirnrunzeln bei der Infostand-Crew: Offenbar war die „Trockensteherphase“ zu lang – aus dem Euter kam erst nichts raus. Aber dank tatkräftiger und erfahrener Hände konnte das Euter dann doch noch „angemolken“ werden, sodass die Besucher sich in der Disziplin „Handmelken“ üben konnten.


An dieser Stelle sei den Unterstützern des Mecklenburg-Vorpommern-Tages in Rostock Dank gesagt. Es hat Spaß gemacht – und ein paar Besucher werden nun vielleicht mit anderen Gedanken in ihre Frühstücksstullen beißen.

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