Milchreduktion: Beihilfen

06.01.2017

© Sbine Rübensaat

An der ersten Antragsrunde am Milchverringerungsprogramm der EU haben in Mecklenburg-Vorpommern 165 Milcherzeuger teilgenommen. Mit dem Monat Dezember endet der Verringerungszeitraum, und die Landwirte können nun ihre Anträge auf Milchverringerungsbeihilfe stellen, teilte das Agrarministerium mit.


„Bei uns im Land haben sich die Landwirte der ersten Antragsrunde dazu verpflichtet, insgesamt knapp 26 Millionen kg Milch weniger als in den gleichen drei Vorjahresmonaten zu erzeugen. Nun ist es an der Zeit, die reale Anlieferung mit der geplanten zu vergleichen und Bilanz zu ziehen. Wenn alle Milch­erzeuger, die zur Teilnahme an der Milchverringerungsbeihilfe von den Staatlichen Ämtern zugelassen wurden, tatsächlich die zugesagte Verringerung in der Milcherzeugung nachweisen, dann könnten rund 3,5 Mio. € nach Mecklenburg-­Vorpommern fließen“, sagte Agrarminister Till Backhaus.


Der Zahlungsantrag, den die Landwirte nun stellen können, ist formgebunden und wird für jeden Milcherzeuger in der HIT/ZID-Datenbank erstellt. Ab dem 1. Januar 2017 sind die Antragsformulare online verfügbar. Die ausgefüllten Dokumente sind mit den Milchgeldabrechnungen der Monate Oktober bis Dezember 2016 fristgerecht, das heißt bis spätestens 14. Februar 2017, beim zuständigen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt einzureichen. Weitere Einzelheiten zum Antragsverfahren sind auf der Internetseite des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt und auf der HIT/ZID-Datenbank zu finden. Die Auszahlung der Beihilfe wird nach den notwendigen Verwaltungs- und Vor-Ort-Kontrollen spätestens bis zum 31. 3. 2017 erfolgen.
Kürzlich wurde im Bundesrat außerdem der Weg frei gemacht für eine weitere Beihilfe für Milcherzeuger, finanziert aus dem zweiten EU-Hilfspaket. Bei der sogenannten Milchsonderbeihilfe wird eine finanzielle Unterstützung dafür gewährt, dass in den Monaten Februar bis April 2017 nicht mehr Milch angeliefert wird als in den gleichen Monaten des Vorjahres 2016. Sofern Milchbauern diese Voraussetzung erfüllt haben, erhalten sie nachträglich für die Milchanlieferung im Zeitraum Dezember 2015 bis November 2016 0,36 ct/kg.


Ab Januar 2017 können ebenfalls die Anträge für die Milchsonderbeihilfe gestellt werden. Diese Maßnahme wird von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung durchgeführt und ebenfalls über die HIT/ZID-Datenbank abgewickelt. Bei der Antragstellung sei besondere Aufmerksamkeit geboten, damit es beim Ausfüllen der verschiedenen Anträge nicht zu Verwechslungen zwischen beiden Programmen kommt, hieß es aus dem Ministerium.

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