MeLa 2018: Resümee

19.09.2018

© Sabine Rübensaat

Auf die Bedeutung der Agrarwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns als starke Exportbranche hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zur Eröffnung der Agrarmesse MeLa hingewiesen. Hochwertige Produkte „made in MV“ seien überall gefragt. So hätten fast 40 % der Exporte in die Russische Föderation zuletzt Waren aus der Ernährungswirtschaft ausgemacht. „Deshalb wird auch die Landwirtschaft neben den Bereichen Wirtschaft, Energie und Bildung ein großes Thema beim 3. Russlandtag“, sagte Schwesig am Donnerstag voriger Woche in Mühlengeez. Im Mittelpunkt stünden Aquakultur, Saatgutwirtschaft und Sortenschutz. Der „3. Unternehmertag: Russland in Mecklenburg-Vorpommern“ findet am 17. Oktober in Rostock statt und wird von der Staatskanzlei, den Industrie- und Handels­kammern des Landes und dem Ostinstitut Wismar vorbereitet. 

 

Für die Landwirte sei 2018 „ganz schwierig“ gewesen. „Die extreme Trockenheit hat uns alle betroffen gemacht“, sagte Schwesig. Ertragsausfälle bis zu 50 % seien keine Seltenheit. Das habe Auswirkungen auf die Futterproduktion und die Tierhaltung. Es sei mit Verlusten im mittleren dreistelligen Millionenbereich zu rechnen. Für einige Landwirte seien die Ausfälle existenzbedrohend. Bund und Land stellten jeweils 25 Millionen Euro bereit, um die Verluste zu mildern. „Das ist eine wichtige Hilfe für die Bauern im Land“, betonte Schwesig.

 

Die MeLa sei als größte Landwirtschaftsmesse in Norddeutschland ein fester Termin in der Branche und für Interessenten darüber hinaus. Die Messe sei auch beste Werbung für den Fachkräftenachwuchs. „Wenn es gut ausgebildeten Nachwuchs gibt, der sich langfristig engagiert, dann hat die Land- und Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern eine gute Zukunft“, so die Ministerpräsidentin. 

 

Landesbauernpräsident Detlef Kurreck wies darauf hin, dass die Landwirte aufgrund der Trockenheit „eine Krise nicht gekannten Ausmaßes“ durchlebten. Dennoch hätten er und viele Berufskollegen in den vergangenen Wochen Wert darauf gelegt, nicht als Bittsteller und Klagende wahrgenommen zu werden. „Wir haben die Probleme dargestellt wie sie sind. Hilfe zur Selbsthilfe war unser Ziel. Für die unverschuldet in Existenznot geratenen Betriebe ist das Geld wichtig“, bestätigte Kurreck mit Blick auf die finan­zielle Unterstützung von Bund und Land. Er bedankte sich bei Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und DRK für die Unterstützung bei der Bekämpfung von Wald- und Feldbränden. 

 

Auf der Eröffnungsveranstaltung wurden als 22. Ehrenmitglied der MeLa der Obstbauer Rolf Steinmüller und als „Ausbildungsbetrieb des Jahres“ die GbR Schildt aus Groß Nieköhr geehrt.            

 

Hier eine Nachlese in Bildern:

 

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig eröffnete die MeLa.

 

„Respekt vor dem Insekt“: Agrarminister Till Backhaus und Imkerverbandschef Torsten Ellmann pflanzten an der Imkerhütte einen Apfelbaum. 

 

Landwirt Sönke Dayen (2. v. r.) war aus Niedersachsen angereist, um sich den neuen Fendt-Mähdrescher aus der Nähe anzuschauen.

 

Die Stiftung Natur und Umwelt MV lockte mit einem Quiz.

 

Mehr als 150 Landwirte hinter einem Banner: Einer von uns macht 145 Menschen satt.

 

Geschafft: Die besten Vorführer beim Bundeswettbewerb der Fleischrind-Jungzüchter. 

 

Im Schweinezelt wurde diese neue Bewegungsbucht vorgestellt.

 

Tischler Manfred Harm zeigte, wozu das Handwerk in der Lage ist.

 

Wer wollte, konnte schlemmen, auch am Stand des Schlachtbetriebs Möllin.

 

Und tschüss bis zum nächsten Mal!

 

Fotos: Sabine Rübensaat/Gerd Rinas

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