MeLa 2018: Großer Auftritt der Pommerngänse

11.09.2018

© Archiv

Die Rassegeflügelzüchter Meck­lenburg-Vorpom­merns stehen auf der MeLa erneut im Rampenlicht: Nach Pommernente und Rostocker Tümmler stellen sie mit der Pommerngans das „Tier der MeLa“. „Zehn Züchter werden über 40 Pommerngänse in den drei Farbschlägen grau, weiß und graugescheckt ausstellen“, kündigte Steffen Kraus, 1. Vorsitzender des Landesverbandes der Rassegeflügelzüchter Mecklenburg-Vorpommerns e. V. an. 

 

Die Gänse wurden seit dem 14. Jahrhundert sowohl auf den großen Pommerschen Gütern als auch auf kleinen Höfen gezüchtet. Weit verbreitet waren die Tiere auf der Insel Rügen, später auch in der Uckermark und im übrigen Pommern. Als eigenständige Rasse sind Pommerngänse seit 1912 anerkannt. „Im Zuchtziel werden schnellwüchsige und fleischreiche Gänse gefordert, mit Gewichten von etwa acht Kilogramm bei Gantern und sieben Kilogramm bei Gänsen. Neben dem Fleisch- und Fettertrag sind immer schon auch die Federn von wirtschaftlicher Bedeutung gewesen“, erläuterte Dr. Siegfried Hoffmann, Dezernent für Tierzucht im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei MV. 

 

Pommerngänse werden zur Eröffnung der MeLa am 13. September im Großen Vorführring zu sehen sein. An den folgenden drei Messetagen können Besucher die Tiere im Kleinen Vorführring erleben (Programm, S. 30). Ihren Galaauftritt werden die Pommerngänse auf der Landestierschau am 16. September haben. Insgesamt bringen die Rassegeflügelzüchter etwa 300 Zuchttiere nach Mühlengeez, neben Gänsen auch Puten, Enten, Hühner, Perlhühner, Zwerghühner und Tauben.

 

Mit einer großen Rassenvielfalt warten auch die Pferdezüchter auf. Deren wichtigste Veranstaltung ist die Landes-Elitestutenschau. „75 Züchter mit 85 Stuten aus zwölf Rassen haben gemeldet“, teilte Heike Fischer vom Verband der Pferdezüchter Mecklenburg-Vorpommern e. V. mit. 2017 beteiligten sich 55 Züchter mit 62 Stuten. Ein weiterer Höhepunkt verspricht das Pferdeschauprogramm des Gestütes Ganschow am 15. und 16. September zu werden.

 

Die Rinderzucht auf der MeLa  wird in diesem Jahr auf Schauen und Wettbewerben vor allem vom Fleischrindzüchternachwuchs repräsentiert: Am 15. und 16. September findet erstmals in Mühlengeez der Bundesjungzüchterwettbewerb statt. „Dafür haben 76 Jungzüchter im Alter von acht bis 25 Jahren gemeldet. Die Teilnehmer aus neun Bundesländern werden in Wettbewerben mit zwölf Rassen die Besten ermitteln“, teilte Dr. Sabine Krüger, Geschäftsführerin der RinderAllianz GmbH, mit. Aus deren Zuchtgebiet in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Teilen Brandenburgs werden voraussichtlich 31 Jungzüchter teilnehmen. An der Rassendemonstration „Fleisch­rind“ wollen sich 60 Betriebe mit Fleischrindern aus 14 Rassen beteiligen, darunter 28 Züchter aus dem RinderAllianz-Gebiet. 

 

Milchrinder werden in der Tierhalle 2 zu sehen sein. In einem kleinen Boxenlaufstall erhalten Besucher dort Einblick in die Arbeitsabläufe auf einem Milchviehbetrieb. Täglich um 11 und 15 Uhr werden die Kühe gemolken. In einem „Kuhmobil“ können auch junge Besucher die Tiere aus der Nähe beobachten. 

 

Für den Hybridschweinezuchtverband Nord/Ost e. V. stellen zehn Züchter etwa 90 Tiere aus. „Wir zeigen Jungsauenkollektionen, Deutsche Landrasse, Deutsches Edelschwein, Duroc, Sattelschwein und Kreuzungs­tiere. Dazu einen Endstufeneber, Kollektionen mit Mastläufern, -schweinen und Sauen mit Ferkeln aus verschiedenen Rassen. Die Leistungs- und Demonstrationswettbewerbe finden am 13. September, ab 14 Uhr, statt“, informierte Verbands-Geschäftsführerin Renate Schuster. Neu in der Ausstellung: Erstmals wird eine sogenannte Bewegungsbucht ohne Ferkelschutzkorb vorgestellt.

 

„Wir kommen mit 20 Schaf- und Ziegenzüchtern und knapp 100 Zuchttieren aus 20 Rassen zur MeLa. Wettbewerbe gibt es bei Landschafen und Ziegen, außerdem Demons­trationsschauen bei allen Schaf- und Ziegenrassen“, kündigte Dorit Hager, Zuchtleiterin des Landesschaf- und Ziegenzuchtverbandes an. 

 

An der Schau des Landesverbandes der Rassekaninchenzüchter Mecklenburg-Vorpommern e. V. beteiligen sich ca. 60 Aussteller mit 300 Tieren“, war von Ausstellungsleiter Norbert Bissa zu erfahren. Die Kosten für die vorgeschriebene Impfung gegen die Seuche RHD-V2 von fünf bis sechs Euro pro Tier schrecken manchen Züchter ab“, so Bissa. Dennoch erwartet er wieder eine Landesjungtierschau auf hohem Niveau. 

 

Der Landesverband der Imker MV e. V. lädt zum Besuch der Imkerhütte im Freigelände, Block F, ein. Dort beantwortet Tobias Dittmann vom Bienengesundheitsdienst der Tierseuchenkasse MV Fragen zur Imkerei. „Außerdem können Besucher Honig verkosten“, teilte Verbandsvorstand Carsten Fischer mit. An drei Messetagen informieren Experten im Fachforum (S. 26), über die Biologie der Honigbiene und geben Hinweise zur Preisbildung des Honigs zur Vermarktung.

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